15.04.2019
Depressionen

Ursachen

Bei vielen Depressionen ist die Ursache nur teilweise bekannt. Manche Konstellationen begünstigen das Entstehen und Wiederauftreten der Erkrankung. Diese stammen überwiegend aus fünf Bereichen:

  • Familiär: Vor allem die bipolare (manisch-depressive) Krankheit tritt in manchen Familien gehäuft auf, was auf eine erbliche Komponente schließen lässt. Das Gleiche gilt für die Bereitschaft zur Selbsttötung.
  • Körperlich: Viele hirnorganische und andere innere Krankheiten können Depressionen verursachen. Andererseits begleiten Depressionen häufig körperliche oder andere seelische Erkrankungen, zum Beispiel Demenzerkrankungen, multiple Sklerose und Schizophrenien. Depressionen können auch unerwünschte Wirkungen von Medikamenten sein, beispielsweise von Interferon (bei multipler Sklerose), bestimmten Antibiotika (bei bakteriellen Infektionen) und Glukokortikoiden (bei Entzündungen, Immunkrankheiten). Ferner können Depressionen die Abhängigkeit von Alkohol und anderen Drogen begleiten.
  • Seelisch: Menschen, die zu Depressionen neigen, glauben, perfekt sein zu müssen, und sind unablässig bestrebt, ihren Wert durch Leistung zu beweisen – Verhaltensweisen, die die Psychologie als zwanghaft bezeichnet.
  • Sozial: Der Verlust nahestehender Personen, berufliche Misserfolge und Vereinsamung verschärfen die Situation.
  • Traumatisch: Nach einem schwerwiegenden, bedrohlichen, vielleicht sogar lebensbedrohlichen Ereignis wie einem schweren Unfall, Kriegs- und Gewalterfahrungen kann das Gefühl der Ohnmacht und Verzweiflung in eine chronische Depression münden.

Man nimmt an, dass sich als Folge solcher Störungen oder Erfahrungen die Konzentration einiger Botenstoffe im Gehirn verändert und diese biochemischen Veränderungen die psychische Störung widerspiegeln. Vermutlich spielt dabei eine chronische Überaktivierung der Stresshormone eine wichtige Rolle. Nach heutiger Auffassung ist chronischer Stress ebenfalls eine Ursache von Depressionen.

Bei Kindern

Die Ursachen für Depressionen bei Kindern sind die Gleichen wie bei Erwachsenen, nur erstrecken sie sich auf andere Bereiche, zum Beispiel allgemeine Probleme in der Familie, Gewalterfahrungen und Schwierigkeiten in der Schule. Auch entwickeln Kinder aus Familien, in denen es bereits jemand mit Depressionen gibt, diese Krankheit eher als Kinder aus unbelasteten Familien.

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