15.04.2019
Depressionen

Anzeichen und Beschwerden

Menschen mit Depressionen interessieren sich für nichts mehr, können sich nicht mehr motivieren. Sie sind bedrückt, schwermütig, können sich kaum oder gar nicht mehr freuen. Sie sind jedoch nicht im üblichen Sinn traurig, sondern leiden im Gegenteil darunter, dass sie nur begrenzt in der Lage sind, Traurigkeit oder Trauer zu empfinden. Sie kapseln sich ab, quälen sich mit Selbstzweifeln und Selbstanklagen. Bewegungstempo und Denkgeschwindigkeit lassen nach. Oft essen die Betroffenen so wenig, dass sie erheblich an Gewicht verlieren. Der Schlaf ist fast immer schwer gestört. Meist wachen die Kranken sehr früh morgens auf oder ihr Schlaf ist zerhackt und nicht erholsam.

Obwohl das äußere Erscheinungsbild depressiv Kranker von Passivität bestimmt scheint, sind manche von ihnen innerlich sehr erregt (agitiert) und voller Ängste, die sich aber nicht auf etwas Konkretes richten. Sehr häufig haben sie das Gefühl, als Mensch nichts wert zu sein, und wünschen sich, alles hinter sich zu lassen. Solche Gedanken können sich bis zur Selbsttötungsabsicht steigern. Bei Menschen mit Depressionen ist es dreißigmal wahrscheinlicher als bei anderen, dass sie Suizidgedanken in die Tat umsetzen. Deswegen und weil bei Menschen mit Depressionen schwere Herzerkrankungen häufiger vorkommen, haben sie ein etwa zwei- bis dreifach erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu Menschen ohne Depressionen.

Bei vielen Menschen mit Depressionen schwankt das Befinden im Tagesverlauf deutlich, wobei die Stimmung morgens üblicherweise ihren Tiefpunkt hat.

Viele Menschen mit Depressionen leiden zudem an körperlichen Beschwerden. Hierzu gehören Müdigkeit, Kopf- und Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Verstopfung, Kältegefühl und Störungen der Sexualität.

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