15.03.2019
Mandel- und Rachenentzündung

Kombination: Antibiotikum + Antiseptikum + örtlich betäubendes Mittel

Wirkstoff: Tyrothrizin + Cetrimonium + Lidokain

  • Medikament: Lemocin

Dieses Mittel enthält zusätzlich zu dem Antiseptikum Cetrimonium und dem örtlich betäubenden Lidokain das Antibiotikum Tyrothrizin. Bei Mandel- und Rachenentzündungen ist die Kombination dieser drei Substanzen nicht sinnvoll.

Das Antiseptikum tötet Bakterien und Pilze ab, allerdings nur oberflächlich. Mikroorganismen in tieferen Schleimhautschichten erreicht es nicht. Gegen Viren, die Mandel- und Rachenentzündungen meist verursachen, ist Cetrimonium nur lückenhaft oder gar nicht wirksam.

Lidokain setzt die Schmerzempfindlichkeit herab, indem es die Reizleitung in den Nerven blockiert. Auf diese Weise wirkt es oberflächlich betäubend, die Halsschmerzen lassen nach, und das Schlucken fällt leichter.

Tyrothrizin wirkt als Antibiotikum nur oberflächlich und erreicht die in tieferen Schleimhautfurchen und Zahnfleischtaschen siedelnden Bakterien nicht. Gegen Viren ist das Antibiotikum sowieso nicht wirksam.

Das Mittel ist zur Behandlung von Mandel- und Rachenentzündungen deshalb wenig geeignet.

Achtung

Das im Produkt enthaltene Betäubungsmittel Lidokain verursacht ein leichtes Taubheitsgefühl im Mund. Das kann dazu führen, dass Sie sich beim Kauen aus Versehen auf die Zunge oder in die Wangentasche beißen. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie nicht unmittelbar nach der Anwendung etwas essen.

Gegenanzeigen

Cetrimonium gehört zu den quaternären Ammoniumverbindungen. Wenn Sie auf diese Stoffgruppe, die häufig auch als Konservierungsmittel verwendet wird, allergisch reagieren, dürfen Sie das Mittel nicht anwenden.

Auch wenn Sie größere Wunden im Mund (z. B. nach einer Zahnoperation) oder Asthma haben, sollten Sie die Lutschtabletten nicht verwenden.

Unerwünschte Wirkungen

Muss beobachtet werden

Wenn sich die Schleimhaut rötet und schmerzt, kann es sein, dass Sie die Wirkstoffe nicht vertragen. Verwenden Sie die Lutschtabletten dann nicht weiter. Haben sich die Beschwerden auch nach einigen Tagen nicht merklich gebessert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Kinder unter sechs Jahren sollten Lutschtabletten nicht bekommen, weil sie die Tabletten oft verschlucken, bevor sie sich vollständig aufgelöst haben. Da das Mittel ohnehin als "wenig geeignet" erachtet wird, sollten Sie auch bei älteren Kindern darauf verzichten.

Verschluckt ein Kind das Mittel aus Versehen in größerer Menge, äußert sich die einsetzende Vergiftung in Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall. Dann sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Über die Risiken einer Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine Erkenntnisse. Da das Mittel ohnehin als "wenig geeignet" erachtet wird, sollten Sie darauf verzichten.

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