15.01.2019
Bronchitis, Husten

Allgemeines

Husten ist ein wichtiger Schutzreflex und ein sinnvoller Reinigungsvorgang, mit dem der Organismus störende Fremdkörper aller Art (Staub, Brotkrümel, Schmutzpartikel aus der Luft, Krankheitskeime) aus den Atemwegen hinausbefördert. Um das Abhusten zu erleichtern, werden die Partikel mit Schleim umhüllt, sodass sie ausgespuckt werden können. Jeder Mensch produziert deshalb in den Bronchien zirka 100 Milliliter Schleim pro Tag.

Bei einer Erkältung kann sich die Bronchialschleimhaut entzünden (Bronchitis). Dadurch entsteht ein häufiger und starker Hustenreiz. Die entzündeten Bronchien sondern vermehrt zähes Sekret ab. Dieses bremst die Tätigkeit der Flimmerhärchen, die die Bronchien auskleiden und normalerweise dafür sorgen, dass störende Partikel abgehustet werden.

Zu unterscheiden ist die akute von der chronischen Bronchitis. Eine akute Bronchitis tritt meist im Zusammenhang mit einer Erkältung oder einem grippalen Infekt auf und ist nach etwa einer bis drei Wochen wieder vorbei. In einigen Fällen kann nach Abklingen der anderen Erkältungsbeschwerden ein unangenehmer Husten noch einige Zeit anhalten. In der Regel verschwindet er aber von selbst. Als chronisch gilt eine Bronchitis, wenn der Husten mindestens drei Monate lang fast täglich auftritt und sich dies in zwei aufeinanderfolgenden Jahren wiederholt. Hält er jahrelang an, nimmt die Anzahl der Flimmerhärchen in den Bronchien mit der Zeit immer weiter ab, sodass der Selbstreinigungsprozess der Bronchialschleimhaut nicht mehr gewährleistet ist, was meist in chronischer Atemnot und einer Überblähung der Lunge (Lungenemphysem) endet.

In Deutschland leiden etwa 10 bis 30 Prozent der Erwachsenen an einer chronischen Bronchitis, 15 bis 20 Prozent von ihnen entwickeln eine chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung. Näheres über dieses Krankheitsbild finden Sie unter "Asthma, chronisch-obstruktive Bronchitis".

Bei Kindern

Vorschulkinder haben oft fünf- bis sechsmal jährlich eine Bronchitis. Das ist noch kein Grund zur Sorge, denn die körpereigene Abwehr entsteht erst durch den Kontakt mit Krankheitserregern. Es reicht aus, die Beschwerden zu lindern. Nur wenn die Bronchitis länger als drei Wochen anhält, handelt es sich um eine "komplizierte Bronchitis", die in eine chronische Bronchitis münden kann und weitergehende Maßnahmen erfordert.

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