15.04.2019

Asthma oder COPD?

Zwischen Asthma und COPD zu unterscheiden, ist nicht immer einfach. Das gilt vor allem für ältere Personen oder für Raucher mit Allergien. Fachleute sprechen daher mittlerweile von "ACO" (Asthma COPD Overlap), einem Krankheitsbild, das sowohl Merkmale von Asthma als auch von COPD aufweist. Schätzungsweise 10 bis 15 von 100 Patienten mit obstruktiven Atembeschwerden leiden an diesem Syndrom. Für eine genaue Diagnostik wird ein schrittweises Vorgehen empfohlen, bei dem der Arzt eine Liste von acht typischen Merkmalen einer chronischen Atemwegserkrankung checkt. Je nachdem, wie ausgeprägt sie sind, kann zwischen Asthma und COPD unterschieden werden. Wenn mehr als drei dieser Merkmale eindeutig einer der Krankheiten zugeordnet werden können, während keines der Merkmale auf das zweite Krankheitsbild zutrifft, ist die Wahrscheinlichkeit einer korrekten Diagnose hoch, und eine medikamentöse Behandlung entsprechend den Empfehlungen kann beginnen. Treffen ähnlich viele Merkmale für Asthma und COPD zu, sollte ACO in Betracht gezogen werden. Diese Personen werden zunächst mit Glukokortikoiden zum Inhalieren, gegebenenfalls auch zusätzlich mit langwirkenden Beta-2-Sympathomimetika behandelt, um lebensbedrohliche Atemnot zu vermeiden. Hinzu kommen allgemeine Maßnahmen wie Verzicht auf Rauchen, Bewegungstraining, Impfungen und die Behandlung weiterer Erkrankungen.

Wenn weitere diagnostische Maßnahmen eine COPD nahelegen, sollte die medikamentöse Therapie entsprechend den Empfehlungen für dieses Krankheitsbild angepasst werden.

Personen mit ACO haben häufig einen schwereren Krankheitsverlauf, bei dem die Lungenfunktion sich rasch verschlechtert; meist ist eine Behandlung beim Spezialisten erforderlich.

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