15.03.2019
Verstopfung

Allgemeines

Verstopfung (Obstipation) ist eine weitverbreitete Verdauungsstörung, vor allem bei Menschen über 60 Jahre. Jeder Dritte aus dieser Altersgruppe – Frauen zwei- bis dreimal häufiger als Männer – klagt darüber, zu selten Stuhlgang zu haben. Ob dies aber tatsächlich behandlungsbedürftig ist, hängt vom Einzelfall ab. Menschen, die ihren Darm normalerweise täglich entleeren, fühlen sich schon verstopft, wenn ihnen dies zwei Tage hintereinander nicht möglich ist. Andere, die nur dreimal wöchentlich Stuhlgang haben, sprechen erst dann von einer Verstopfung, wenn sie an drei bis vier Tagen hintereinander keinen Stuhl absetzen können.

Nach medizinischen Kriterien liegt eine chronische Verstopfung dann vor, wenn mindestens zwei der folgenden Beschwerden über drei Monate oder länger vorliegen und belastend sind: Stuhlgang ist nur selten möglich und sehr hart und/oder der Stuhl kann nur unter starkem Pressen abgegeben werden und/oder es besteht das Gefühl, dass der Darm nicht vollständig entleert ist. Auch wenn Stuhlgang nur zweimal pro Woche oder seltener möglich ist, liegt eine Verstopfung vor.

Häufig kommt es auch vor, dass sich der Stuhl im Enddarm sammelt und dort verhältnismäßig lange liegen bleibt.

Bei Kindern

Wenn Säuglinge gestillt werden, kann es sein, dass sie bis zu zwei Wochen keinen Stuhlgang haben, ohne dass dies bedenklich wäre oder Anzeichen einer Verstopfung wäre. Auch ist bei gestillten Kindern der Stuhl von weicher Konsistenz. Werden die Kinder auf normale Kost umgestellt, kann es vorkommen, dass die Verdauung Probleme bereitet.

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