15.11.2017
Sodbrennen, Speiseröhrenentzündung

Allgemeines

Sodbrennen aufgrund in die Speiseröhre aufsteigenden säurehaltigen Magensaftes gehört zu den häufigsten Beschwerden im Verdauungstrakt. Etwa ein Viertel der Bevölkerung leidet mindestens einmal im Monat an solchen Refluxbeschwerden, bei etwa jedem Zehnten treten die Beschwerden mindestens einmal pro Woche und bei etwa jedem Zwanzigsten täglich auf. Bei etwa einem Drittel der Menschen mit deutlichen Refluxbeschwerden entwickelt sich eine Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis).

Zwar ist ein gewisser Rückfluss des Speisebreis aus dem Magen natürlich und schadet nicht. Gelangen jedoch häufig größere Mengen des sauren Gemischs in die Speiseröhre (Ösophagus), verätzt dieses die empfindliche Schleimhaut, sodass sie sich entzündet. Bei etwa jedem Zehnten wandelt sich die Schleimhaut dann um (Barrett-Ösophagus), mit der Folge, dass das nachwachsende Gewebe nicht mehr der normalen Speiseröhrenschleimhaut entspricht, sondern eher der Darmschleimhaut. Daraus kann sich in Einzelfällen Krebs entwickeln. Es ist also sinnvoll, länger andauernden Refluxbeschwerden nachzugehen und sie konsequent zu behandeln.

Bei Kindern

Bei etwa 70 von 100 Kindern in den ersten vier Lebensmonaten kommt es vor, dass etwas Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Das ist kein Grund zur Sorge und auch keine krankhafte Störung. In dieser Zeit entwickelt sich eine Refluxkrankheit nur, wenn andere Krankheiten den Verschluss des Mageneingangs beeinträchtigen, beispielsweise Erkrankungen des Nervensystems oder ein Zwerchfellbruch (Hiatushernie). Ein Problem kann entstehen, wenn der Mageninhalt regelmäßig die Atemwege erreicht.

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