15.04.2019
Durchfall

Allgemeine Maßnahmen

Die wichtigste Maßnahme bei Durchfall – gleich welcher Ursache – besteht darin, Wasser und Mineralsalze rasch zu ersetzen, also viel zu trinken, und zwar mehr als sonst: zwei bis drei Liter täglich sollten es bei Erwachsenen sein, um zu vermeiden, dass der Körper zu sehr austrocknet. Das gilt insbesondere für ältere Menschen, da mit ansteigendem Alter das Durstgefühl nachlässt und dann die Gefahr besteht, dass zu wenig getrunken wird. Geeignet sind dafür alle leicht gesüßten Tees und Säfte, die zur Hälfte mit abgekochtem Wasser oder Mineralwasser verdünnt werden. Ratsam ist es, dazu etwas Salzgebäck zu essen, da Salz in Verbindung mit Zucker vom Darm besser aufgenommen werden kann. Auch Brühe und stilles Mineralwasser mit Traubenzucker oder einer Prise Zucker ersetzen die beim Durchfall im Übermaß ausgeschiedenen Mineralsalze.

Eine selbstgemischte Zucker-Salz-Lösung hat eine ähnliche Zusammensetzung wie die in Apotheken erhältlichen Elektrolytmischungen.

Auch ein Aufguss aus getrockneten Heidelbeeren, mit Wasser verdünnter Heidelbeersaft, eine Karottensuppe aus passierten Möhren und Brühe, ein mit Brühe zubereiteter Haferschleim, eine zerquetschte Banane oder ein geriebener Apfel können Durchfall lindern.

Feuchtwarme Leibwickel können Bauchkrämpfe mildern. Meist sind ein bis zwei Tage Bettruhe sinnvoll.

Bei Kindern

Bei Kindern müssen Sie ganz besonders darauf achten, dass der Flüssigkeits- und Mineralsalzverlust rasch ausgeglichen wird, weil der kindliche Organismus nur über geringe Flüssigkeitsreserven verfügt. Wenn Kleinkinder und Säuglinge gleichzeitig auch erbrechen, sollten Sie ihnen die Flüssigkeit mit dem Löffel in kleinen Portionen, dafür aber umso häufiger einflößen. Wenn Sie stillen, sollten Sie den Säugling zwischen der Anwendung der Elektrolytlösung auch an die Brust legen.

Eine stationäre Behandlung im Krankenhaus ist erforderlich, wenn der Gewichtsverlust 5 bis 10 Prozent des Körpergewichts überschreitet, ebenso bei anhaltendem Fieber, nicht stillbarem Erbrechen oder blutigen Durchfällen.

Kinder mit Krabbler-Diarrhoe können normal essen. Allerdings sollten Sie ihnen möglichst keine Obstsäfte zu trinken geben.

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