01.01.2019

Einzelsubstanz oder Kombinationsmittel?

Grundsätzlich ist es sinnvoll, einen zu hohen Blutdruck (Grad 1 und 2) erst einmal mit einem einzelnen Präparat zu behandeln, das Ihren individuellen Anforderungen entspricht, und dafür die geeignete Dosis zu finden. Lässt sich der Blutdruck damit nicht ausreichend senken und würde eine höhere Dosierung das Risiko für unerwünschte Wirkungen unverhältnismäßig ansteigen lassen, oder liegt der Blutdruck bereits bei Diagnosestellung sehr hoch (Grad 3), sollte der Arzt zusätzlich einen zweiten Wirkstoff auswählen. Sinkt der Blutdruck damit immer noch nicht genügend ab, kann die Dosis der Wirkstoffe erhöht und gegebenenfalls zusätzlich noch ein dritter Wirkstoff verordnet werden. Findet sich für die so ermittelten Wirkstoffe ein Kombinationspräparat, das entsprechend zusammengesetzt und dosiert ist, können die Einzelkomponenten durch die Kombination ersetzt werden.

Kombinationspräparate haben immer den Nachteil, dass sich die Dosis der einzelnen Wirkstoffe nicht variieren lässt. Häufig ist es jedoch notwendig, nur die Dosis des einen Wirkstoffs zu steigern. Bei Kombipräparaten ist aber gerade das nicht immer möglich. Ein Beispiel: Sie nehmen ein Mittel, das ein Diuretikum und einen ACE-Hemmer enthält. Dieses senkt Ihren Blutdruck nicht ausreichend. Dann wäre es sinnvoll, die Dosis des ACE-Hemmers zu erhöhen, um den blutdrucksenkenden Effekt zu verstärken. Nehmen Sie jetzt jedoch mehr Tabletten des Kombipräparats täglich ein, steigern Sie automatisch auch die Menge des Diuretikums. Das ist nicht nur unnötig, sondern kann auch zur Folge haben, dass sich dessen unerwünschte Wirkungen stärker bemerkbar machen. Allerdings geben verschiedene Untersuchungen Hinweise darauf, dass es leichter ist, sich an die Verordnungen zu halten, wenn die Anzahl der einzunehmenden „Pillen“ möglichst klein ist.

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