15.03.2019
Blutarmut

Allgemeines

Blutarmut (Anämie) bedeutet, dass der Körper zu wenig rote Blutkörperchen (Erythrozyten) hat und es ihm damit an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) mangelt. Hämoglobin ist ein eisenhaltiger Eiweißstoff, der den Blutkörperchen ihre rote Farbe gibt und zuständig ist für den Sauerstofftransport. An das Hämoglobin bindet sich der in der Lunge eingeatmete Sauerstoff, der über die Blutbahn zu den Organen transportiert und dort an das Gewebe abgegeben wird. Enthält das Blut wenig Hämoglobin, verschlechtert sich die Sauerstoffversorgung des Körpers.

Ob ein Eisenmangel und in dessen Folge auch ein Mangel an roten Blutkörperchen besteht, lässt sich anhand einer Blutuntersuchung feststellen, bei der die Serum Ferritin-Konzentration gemessen wird. Ferritin gilt als Speichereisen, auf das der Körper bei hohem Eisenbedarf zurückgreift. Werte von 40 bis 200 Mikrogramm pro Liter liegen im Normbereich. Werte unter 30 Mikrogramm pro Liter sind ein klarer Hinweis auf einen Eisenmangel. Entzündliche Prozesse können die Werte der Serum-Ferritin-Konzentration erhöhen und damit verfälschen, obwohl die Serumeisenkonzentration niedrig ist. Ein weiterer wichtiger Blutwert ist das Transferrin, das ist ein Eiweißstoff, der für den Eisentransport verantwortlich ist. Zusätzliche Untersuchungen wie z. B. die Messung der Sättigung des Transferrins mit Eisen, können dann Hinweise geben, ob die Behandlung mit einem Eisenpräparat sinnvoll ist.

Wenn im Magen zu wenig von einem speziellen Transportstoff (Intrinsic Factor) produziert wird, kommt es zu einem Mangel an Vitamin B12, oft begleitet von einem Mangel an Folsäure. Beides fördert eine bestimmte Form der Blutarmut, die perniziöse Anämie. Auch ein Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden.

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