15.03.2019
Arthrose, Gelenkbeschwerden

Allgemeine Maßnahmen

  • Bemühen Sie sich, Übergewicht abzubauen. Vor allem Menschen mit Kniearthrose können von einer Gewichtsabnahme profitieren.
  • Seien Sie regelmäßig körperlich aktiv, ohne die Gelenke übermäßig zu belasten. Bei ruhenden Gelenken werden die Muskeln schwächer und die Bewegungseinschränkung kann zunehmen. Schwache Muskeln rund um das Gelenk sind ein weiterer Risikofaktor für das Fortschreiten von Arthrose. Geeignete Sportarten sind zum Beispiel Gymnastik, Wandern, Walking, Schwimmen und Radfahren. Jogging beansprucht die Gelenke dagegen sehr und sollte bei Gelenkproblemen unterbleiben. Muskelkraft, Beweglichkeit und die Belastbarkeit der Gelenke und des sie umgebenden Bandapparats lassen sich auch mit speziellen therapeutischen Übungen trainieren, die auf die betroffenen Gelenke abgestimmt sind. Zahlreiche Studien dokumentieren die positiven Auswirkungen von Bewegung, insbesondere bei Kniearthrose. Am wirksamsten ist es, Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer in ausgewogener Kombination zu trainieren.
  • Bleiben Sie nicht längere Zeit in Kälte und Nässe; halten Sie die Gelenke gezielt warm.
  • Benutzen Sie bei ernsthaften Gelenkproblemen eine Gehhilfe. Für den dauerhaften Gebrauch sollte diese ärztlich verordnet werden.

Arthrotisch veränderte Gelenke, die so stark schmerzen, dass Sie am liebsten jede Bewegung vermeiden würden, und bei denen Schmerzmedikamente nicht mehr ausreichend wirken oder diese nicht mehr vertragen werden, können gegen Kunstgelenke ausgetauscht werden. Mit künstlichen Hüftgelenken liegen langjährige gute Erfahrungen vor. Auch Knie- und andere Gelenke werden mit zunehmendem Erfolg ausgetauscht.

Ganz häufig wird Menschen mit Knieproblemen vorgeschlagen, das Gelenk im Rahmen eines endoskopischen Eingriffs ("Schlüssellochtechnik") spülen zu lassen. Dem liegt die Vorstellung zugrunde, dass sich die Beschwerden bessern müssten, wenn man die Entzündungssubstanzen und Abriebpartikel aus dem Gelenk entfernt. Eine Untersuchung, in der die Ergebnisse der vorliegenden Studien zu diesem Eingriff zusammenfassend ausgewertet wurden, erbrachte jedoch keinerlei Wirksamkeitsnachweis. Die Experten raten von einem derartigen Eingriff ganz klar ab.

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