15.03.2019
Erkrankungen der Makula

Allgemeines

Viele alte Menschen sehen schlecht, ohne dass eine Brille dem abhelfen kann. Der häufigste Grund für diese eingeschränkte Sehfähigkeit ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Bei dieser Erkrankung ist die Netzhaut am Punkt des schärfsten Sehens, der Makula, geschädigt. Schäden an der Makula können aber auch bei jüngeren Personen auftreten, etwa infolge eines Makulaödems. Dieses kann beispielsweise auf der Stoffwechselerkrankung Diabetes beruhen (diabetisches Makulaödem) oder auf einem Verschluss der Netzhautvenen.

Altersbedingte Makuladegeneration

Es werden eine trockene und eine feuchte Form der Makuladegeneration unterschieden. Bei den meisten Menschen liegt die trockene Form vor. Sie entwickelt sich schleichend und verschlimmert sich nur langsam. Manche Formen der trockenen AMD können in eine feuchte Form übergehen, die sich mitunter innerhalb weniger Tage oder Wochen verschlimmern kann.

Die AMD ist in den Industrienationen derzeit die häufigste Ursache für Erblindung von Menschen im Alter. In Europa haben 110 von 1 000 Menschen zwischen 45 und 85 Jahren eine trockene, 5 von 1 000 eine feuchte Makuladegeneration. Je älter die Menschen sind, desto häufiger erkranken sie an einer AMD. So sind 14 von 1 000 70-Jährigen von der späten Form der feuchten Makuladegeneration betroffen, bei den 80-Jährigen sind es schon 56 von 1 000 und bei den 90-Jährigen sind es 200 von 1 000.

Diabetisches Makulaödem

Eine der Folgen von anhaltend schlecht eingestelltem Diabetes sind Durchblutungsstörungen. Sie betreffen auch die Augen. Ist die Durchblutung der Gefäße um die Makula herum erheblich gestört, entwickelt sich eine Erkrankung, bei der sich in diesem Bereich Flüssigkeit ansammelt (Makulaödem). In der Folge verschlechtert sich die Sehfähigkeit. Das kann bis zur Erblindung fortschreiten.

Makulaödem beim Verschluss von Netzhautvenen

Wie die Venen in anderen Körperregionen können auch die der Augen von einer Thrombose betroffen sein. Dabei hat sich in den Gefäßen, die das "verbrauchte", sauerstoffarme Blut zum Herzen zurücktransportieren, ein Gerinnsel (Thrombus) gebildet. Dieses beeinträchtigt die Durchblutung in dem Bereich. Wie sehr sich das auf die Sehfähigkeit auswirkt, hängt davon ab, wie gut die Sehfähigkeit vorher war und wie stark die Durchblutung gestört ist.

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