15.03.2019
Allergie allgemein

Allgemeines

Bei einer Allergie lassen sich vor allem zwei Arten von Reaktionen unterscheiden: Spätreaktionen, die in der Regel erst 24 bis 48 Stunden nach Kontakt mit der allergieauslösenden Substanz (Allergen) auftreten, und Reaktionen vom Soforttyp, die sich innerhalb von wenigen Minuten nach Kontakt mit einem Allergen entwickeln. Zu den Sofortreaktionen gehören beispielsweise die allergische Bindehautentzündung, der allergische Schnupfen, die allergische Nesselsucht und das allergische Asthma. Zu den häufigen Spättyp-Allergien zählen das allergische Kontaktekzem sowie Allergien auf Arznei- und Konservierungsmittel.

Bei einer allergischen Reaktion kommt eine ganze Kaskade von Entzündungsreaktionen in Gang, die verschiedene Körperbereiche und Organe erfassen kann. Haut und Schleimhäute (vor allem der Nase und Augen) sind am häufigsten betroffen.

Auslöser für die Sofortreaktion ist unter anderem das Gewebehormon Histamin. Es wird von speziellen, aus dem Knochenmark stammenden weißen Blutkörperchen, den Mastzellen, freigesetzt, wenn der Körper mit einem Allergen in Kontakt kommt. Als Folge dieser "Überdosis" an Histamin beginnen die Schleimhäute anzuschwellen, zu jucken und vermehrt Flüssigkeit oder zähen Schleim abzusondern. Auf der Haut können sich Bläschen oder Quaddeln bilden. Die Blutgefäße erweitern sich, dadurch rötet sich die Haut und/oder auch die Bindehaut der Augen. Histamin bewirkt außerdem, dass Flüssigkeit aus den kleinsten Blutgefäßen (Kapillaren) ins Gewebe übertritt. Darauf beruhen Schwellungen am Auge, in Nase und Bronchien, sowie die Quaddelbildung. Auch die Bronchialmuskulatur zieht sich unter dem Einfluss von Histamin und anderen Botenstoffen (Mediatoren) zusammen, was einen Asthmaanfall oder Atemnot verursachen kann.

Die verzögerte Reaktion kommt durch andere aus dem Knochenmark stammende Immunzellen zustande, die sogenannten T-Lymphozyten. Sie richten sich spezifisch gegen das Allergen, beginnen aber erst nach dem Kontakt mit dem Allergen, sich übermäßig zu vermehren. Deshalb dauert die allergische Reaktion länger als bei der Soforttypreaktion. Typische Beispiele für diese Art der Allergie sind das Nickelekzem oder die "Maurerkrätze", bei der Chromverbindungen im Zement allergieauslösend wirken.

Während bei der Allergie vom Soforttyp die Allergene meist eingeatmet oder geschluckt werden, entsteht eine Allergie des Spättyps vor allem bei Hautkontakt mit bestimmten Stoffen wie Metallen (Chrom und Nickel), Latex, Duftstoffen (z. B. Ylang-Ylang) oder Konservierungsstoffen in Kosmetika.

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