01.04.2014
Fieber

Allgemeines

Durch die Arbeit des Stoffwechsels und der Muskeln erzeugt der Körper ununterbrochen Wärme. Die normale Körpertemperatur beträgt etwa 37 °C, unterliegt aber tagesrhythmischen Schwankungen. Am frühen Morgen ist sie etwa 1 Grad niedriger als am späten Nachmittag.

Fieber ist eine wünschenswerte Reaktion des Körpers, die ihm hilft, mit einer Infektion fertig zu werden. Eine erhöhte Temperatur bis 38,5 °C steigert die Abwehrtätigkeit des Immunsystems und bremst die Vermehrung von Erregern. Allerdings sind dem Körper bei der Erhöhung seiner Betriebstemperatur relativ enge Grenzen gesetzt. Bei etwa 41 °C zeigen Apathie und Verwirrung, dass das Gehirn Schaden nimmt; bei 42 °C kommt es zu Bewusstlosigkeit und Krämpfen.

Das Regulationszentrum für die Körpertemperatur liegt im Gehirn. Angeregt durch fiebererzeugende Substanzen, sorgt es für einen Anstieg der Körpertemperatur. Dazu werden die Blutgefäße an der Körperoberfläche enggestellt. Das Blut konzentriert sich im Körperinnern. Damit steigt dort die Temperatur und zugleich verringert sich der Wärmeverlust an der Körperoberfläche. Der Kranke friert. Um zusätzliche Wärme zu produzieren, ziehen sich die Muskeln in der Haut rhythmisch zusammen: Der Kranke hat Schüttelfrost. Die Bemühungen des Körpers, Wärme zu erzeugen und zu speichern, dauern an, bis das Blut die vom Regulationszentrum vorgegebene Temperatur hat. Wird wieder die Normaltemperatur vorgegeben, fließt das Blut in die Haut zurück, und der Kranke schwitzt. Auf diese Weise bemüht sich der Körper, überschüssige Wärme abzugeben.

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