01.04.2014
Blasenbeschwerden

Allgemeines

Viele Menschen klagen immer mal wieder über Beschwerden beim Wasserlassen. Die einen quält häufiger unaufschiebbarer Harndrang, bei dem aber nur wenig ausgeschieden wird, andere leiden zusätzlich unter Brennen und Schmerzen. Die Hälfte der Frauen kennt diese Beschwerden, und viele Frauen klagen sogar wiederholt darüber. Demgegenüber sind nur etwa 12 Prozent der Männer betroffen.

Meist beruhen diese Beschwerden auf einer Entzündung in den unteren Harnwegen, vornehmlich der Blase. Die Betroffenen haben eine Blasenentzündung (Zystitis). Manche sprechen auch von Blasenkatarrh. Die allgemeine Bezeichnung lautet Infektion der unteren Harnwege. Diese ist meist durch Bakterien verursacht, die sich im Urin nachweisen lassen. Seltener erfasst die Infektion auch die weiter oben liegenden Abschnitte der Harnwege, also die Harnleiter. Unter Umständen kann die aufsteigende Infektion sogar das Nierengewebe erreichen (Pyelonephritis).

Unaufschiebbarer Harndrang, bei dem nur wenig ausgeschieden wird, kann auch auftreten, ohne dass sich eine Entzündung nachweisen lässt. Dann spricht man von einer Reizblase.

In der Medizin werden unkomplizierte und komplizierte Harnweginfekte unterschieden. Darüber hinaus unterteilt man sie in akute und wiederkehrende Infektionen. Je nach Zuordnung geht man sowohl bei der Diagnose als auch bei der Behandlung verschieden vor.

Als unkompliziert gelten Harnweginfekte, bei denen nicht zu befürchten ist, dass die Infektion schwer verläuft oder Folgeschäden nach sich ziehen wird. Einen derart unkomplizierten Verlauf nimmt man nur bei Frauen an, die nicht schwanger sind. Bei ihnen kann man davon ausgehen, dass die Infektion von Darmkeimen hervorgerufen wurde, die sich mit den gebräuchlichen verschreibungspflichtigen Antibiotika gut behandeln lassen.

Bei allen anderen Personen und unter anderen Bedingungen, so zum Beispiel, wenn die Infektion die oberen Harnwege erreicht hat, gelten Harnweginfektionen als kompliziert.

Bei wiederkehrenden Infektionen müssen zwei weitere Formen unterschieden werden, weil die Zuordnung die Behandlung beeinflusst. Treten nach der ersten Behandlung innerhalb von zwei Wochen erneut Beschwerden auf, spricht man von einem "Relapse". Dann ist anzunehmen, dass die erste Behandlung noch nicht alle Erreger vollständig beseitigt hatte.

Treten die Beschwerden erst nach mehr als zwei Wochen erneut auf, handelt es sich um eine neue Infektion (Rezidiv), die aber durchaus auf den gleichen Erregern beruhen kann wie die erste Infektion. Von sich wiederholenden Infektionen sind fast nur Frauen betroffen und Kinder mit Fehlbildungen der Harnwege.

Weitere Angebote

Rezeptfreie Medikamente

Fragen Sie nicht nur Arzt und Apotheker

Über 1900 Mittel bewertet

Sonderpreis seit 01.01.2013

anstelle von 29,90 nur noch

15,00 €


Rezeptfreie Medikamente