15.04.2019
Zyklusstörungen

Wichtiges zur Behandlung

Zyklusstörungen müssen nicht unbedingt mit Medikamenten behandelt werden. Eine solche Therapie beseitigt das Symptom; die Ursachen der gestörten hormonellen Steuerung erreicht sie nicht. Psychischen Ursachen sollte im Rahmen einer psychotherapeutischen Beratung nachgegangen werden.

Die therapeutische Wirksamkeit des Extrakts von Mönchspfeffer zur Behandlung von Zyklusstörungen ist nicht ausreichend nachgewiesen. Daher werden die entsprechenden Präparate als "wenig geeignet" beurteilt. Diese Pflanzenmittel bei unregelmäßigem Zyklus oder ausbleibenden Blutungen einzunehmen, kann bestenfalls als Behandlungsversuch gelten. Diesen sollte aber in jedem Fall ein Arzt veranlassen. Eine Selbstbehandlung mit Mönchspfeffer ohne ärztlichen Rat sollte unterbleiben.

Näheres zur medikamentösen Behandlung von Zyklusstörungen mit Sexualhormonen lesen Sie unter "Medikamente vom Arzt".

Quellen

  • European Medicines Agency (EMA). HMPC. Assessment report on Vitex agnus-castus L.,fructus. Final. Nov 2010. Doc.Ref.: EMA/HMPC/144003/2009. Stand: April 2017, Verfügbar unter: http://www.ema.europa.eu, letzter Zugriff: 19.06.2017.
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG). Starke Regelblutung http://www.gesundheitsinformation.de/starke-regelblutung.2133.de.html, Stand April 2017, letzter Zugriff 19.06.2017.
  • van Die MD, Burger HG, Teede HJ, Bone KM. Vitex agnus-castus extracts for female reproductive disorders: a systematic review of clinical trials. Planta Med. 2013; 79: 562-575.

Stand der Literatur: Juni 2017

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