15.04.2019
Erektionsstörungen

Ursachen

Vor allem bei jüngeren Männern haben vorübergehende Erektionsprobleme ihre Ursache meist in Partnerschaftskonflikten oder erheblicher Stressbelastung. Wenn das Empfinden oder die äußeren Bedingungen nicht auf einen intimen Austausch eingestellt sind, verweigert der Körper seinen Dienst. Solche seelischen Ursachen müssen in einer eingehenden ärztlichen Untersuchung von körperlichen Ursachen abgegrenzt werden. Letztere können dann gezielt behandelt werden.

Ein weiterer häufiger Grund für Erektionsstörungen bei Männern jeden Alters ist der übermäßige Konsum von Alkohol.

Anhaltende Störungen sind oft organisch bedingt und liegen auf der Ebene der Nervenversorgung, der Hormonproduktion oder der Durchblutung. Mit zunehmendem Alter treten öfter Krankheiten auf, in deren Folge beziehungsweise bei deren medikamentöser Behandlung sich Sexualstörungen einstellen können. Zu ihnen gehören:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie hoher Blutdruck und Durchblutungsstörungen, zum Beispiel in den Beinen. Die Gefäße, die die Schwellkörper mit Blut versorgen beziehungsweise das frühzeitige Abfließen des Blutes verhindern, können sich verändern. Derartige Störungen werden durch regelmäßigen Nikotinkonsum verstärkt.
  • Diabetes. Je länger die Krankheit besteht, desto wahrscheinlicher sind Schäden an den Nerven und/oder Blutgefäßen, die dann zu Erektionsproblemen führen können.
  • Nervenkrankheiten.
  • Verletzungen und Operationen im kleinen Becken, zum Beispiel an der Prostata.
  • Störungen der Hormonproduktion.
  • Medikamente. Darunter sind viele Psychopharmaka, blutdrucksenkende Mittel wie beispielsweise ACE-Hemmer und Betablocker, sowie Lipidsenker, die bei erhöhten Blutfetten und Herzkrankheiten angewendet werden. Auch Finasterid gehört dazu, ein Mittel, das unter dem Namen Proscar zur Behandlung der vergrößerten Prostata dient und das als Propecia bei Haarausfall eingesetzt wird.
  • Sowohl depressive Episoden als auch einige Antidepressiva können eine erektile Dysfunktion auslösen. Zu den verursachenden Medikamenten gehören die Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI wie Fluoxetin) und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI wie Venlafaxin).
  • Auch mehr als drei Stunden Radfahren pro Woche scheint das Risiko für leichte bis mäßig ausgeprägte Erektionsstörungen zu erhöhen. Man vermutet als Ursache, dass während des Radfahrens Nervengeflechte und Blutgefäße im unteren Beckenraum zu stark zusammengedrückt werden. Ein geeigneter Sattel kann das Problem beheben.

Weitere Angebote

Mein Kind & ich

Von Vorsorge bis Geburt

24,90 €


Schwanger