Medikamente im Test

Verstopfung

Allgemeines

Verstopfung (Obstipation) ist eine weit verbreitete Verdauungsstörung, vor allem bei älteren Menschen über 60 Jahre. Jeder Dritte aus dieser Altersgruppe – Frauen zwei- bis dreimal häufiger als Männer – klagt darüber, zu selten Stuhlgang zu haben. Ob dies aber tatsächlich behandlungsbedürftig ist, hängt vom Einzelfall ab. Menschen, die ihren Darm normalerweise täglich entleeren, fühlen sich schon verstopft, wenn ihnen dies zwei Tage hintereinander nicht möglich ist. Andere, die nur dreimal wöchentlich Stuhlgang haben, sprechen erst dann von einer Verstopfung, wenn sie an drei bis vier Tagen hintereinander keinen Stuhl absetzen können.

Nach medizinischen Kriterien liegt eine chronische Verstopfung dann vor, wenn mindestens zwei der folgenden Beschwerden über drei Monate oder länger vorliegen und belastend sind: Stuhlgang ist nur selten möglich und sehr hart und/oder der Stuhl kann nur unter starkem Pressen abgegeben werden und/oder es besteht das Gefühl, dass der Darm nicht vollständig entleert ist. Auch wenn Stuhlgang nur zweimal pro Woche oder seltener möglich ist, liegt eine Verstopfung vor.

Häufig kommt es auch vor, dass sich der Stuhl im Enddarm sammelt und dort verhältnismäßig lange liegen bleibt.

Bei Kindern

Wenn Säuglinge gestillt werden, kann es sein, dass sie bis zu zwei Wochen keinen Stuhlgang haben, ohne dass dies bedenklich oder Anzeichen einer Verstopfung wäre. Bei gestillten Kindern ist der Stuhl meist von weicher Konsistenz. Werden sie auf normale Kost umgestellt, kann es vorkommen, dass die Verdauung Probleme bereitet.

Anzeichen und Beschwerden

Eine akute Verstopfung liegt vor, wenn Sie weniger als dreimal in der Woche Stuhlgang haben. Häufig tritt gleichzeitig ein unangenehmes Völlegefühl im Bauch auf, der sich oft auch aufgetrieben und prall anfühlt oder schmerzt. Kann Stuhl abgesetzt werden, ist dieser meist recht hart, was die Darmentleerung zusätzlich erschwert und oft auch schmerzhaft macht. Bei manchen kommt auch Übelkeit hinzu oder der Appetit ist vermindert.

Bei Kindern

Neben den Beschwerden, unter denen auch Erwachsene leiden, können die Eltern eine Verstopfung bei Kindern auch dadurch bemerken, dass das Kind die Unterhose wieder verschmutzt, übelriechende Winde abgibt, oder dadurch, dass es leicht reizbar, ärgerlich oder unglücklich ist.

Ursachen

Verstopfung kann sehr verschiedene Ursachen haben:

  • Sie bewegen sich zu wenig. Dann wird auch der Darm träge.
  • Sie trinken zu wenig. Je weniger Flüssigkeit dem Darm zur Verfügung steht, desto schlechter kann er den Speisebrei verarbeiten.
  • Sie essen viel Weißbrot, Schokolade oder andere Süßigkeiten. Diese Lebensmittel enthalten kaum Ballaststoffe und regen die Darmtätigkeit zu wenig an.
  • Sie haben den Stuhldrang immer wieder unterdrückt.
  • Sie sitzen nicht richtig auf der Toilette: Mehrere Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Entleerung des Darmes erleichtert wird, wenn Sie nicht aufrecht sitzen, sondern den Oberkörper eher nach vorne beugen.
  • Kummer und Stress können die Darmtätigkeit verlangsamen.
  • Veränderte klimatische Bedingungen durch einen Ortswechsel sowie ein Wechsel in den Lebens- und Ernährungsgewohnheiten (Reise, Umzug) sind für den Darm gewöhnungsbedürftig und es kann sein, dass er vorübergehend etwas träge wird.
  • In der Schwangerschaft wird die Darmtätigkeit häufig durch die stark vergrößerte Gebärmutter eingeschränkt.
  • Ist der Beckenboden geschwächt (z. B. nach einer Geburt), wölbt sich oft ein Stück des Mastdarms in die Scheide hinein. In dieser Ausstülpung kann der Stuhl lange liegen bleiben und austrocknen, was den Stuhlgang erschwert und verzögert.
  • Sie leiden unter einer Darmerkrankung, wie z. B. einem Reizdarm (Colon irritabile), einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn oder einer Erkrankung am Anus (z. B. Analfissuren).
  • Bei Ihnen ist die Darmpassage des Speisebreis deutlich verlängert. Dieses Phänomen wird vor allem bei jungen Frauen beobachtet.
  • Sie nehmen Medikamente ein, die stopfend wirken können, zum Beispiel Antazida (bei Sodbrennen), Mittel aus der Gruppe der Anticholinergika mit Wirkstoffen wie Biperiden, Bornaprin, Metixen, Trihexyphenidyl (bei Parkinsonkrankheit), Mittel bei Depressionen wie trizyklische Antidepressiva, Mittel bei Psychosen oder Schizophrenie, Eisen- und Calciumpräparate, Beruhigungs- und Schlafmittel, wasserausscheidende Mittel (Diuretika, bei hohem Blutdruck, bei Herzschwäche), Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide mit den Wirkstoffen Morphin, Dihydrocodein, Tramadol sowie codeinhaltige Hustenmittel. Wenn Sie ein Mittel einnehmen müssen, das bei Ihnen zur Verstopfung führt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und beraten Sie mit ihm das weitere Vorgehen.
  • Auch bestimmte neurologische Erkrankungen (z. B. Parkinsonkrankheit, multiple Sklerose, diabetische Neuropathie) können mit einer Verstopfung einhergehen.

Bei Kindern

Auch bei Kindern kann als Ursache einer Verstopfung eine ballaststoffarme Ernährung oder eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme in Betracht kommen. Es kann aber ebenso sein, dass das Kind eine Abneigung vor der Toilettenbenutzung hat oder dass es auf der Toilette immer wieder gestört wird.

Vorbeugung

  • Treiben Sie Sport oder machen Sie jeden Tag einen halbstündigen Spaziergang.
  • Trinken Sie täglich 30 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht – das wären dann bei einer 70 Kilogramm schweren Person 2,1 Liter Flüssigkeit (Wasser, Tee, verdünnte Säfte). Nur wenn Sie eine Herzschwäche haben, sollten Sie nicht mehr als 20 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht täglich trinken.
  • Essen Sie genügend Ballaststoffe in Form von Vollkornbrot und -produkten, rohem Gemüse, frischem Obst mit Schale. Die unverdaulichen Pflanzenfasern binden Wasser und regen die Darmtätigkeit an.
  • Natürliche Quellstoffe sind Leinsamen, Weizenkleie und indischer Flohsamen, die Sie am besten mit Jogurt oder reichlich Flüssigkeit vermischt zu sich nehmen. Sie quellen im Darm auf, binden dabei erhebliche Mengen Wasser und tragen so dazu bei, dass der Darminhalt weich bleibt und zügig weiterbefördert wird.
  • Gehen Sie jeden Tag zur gleichen Zeit zur Toilette (z. B. morgens nach dem Aufstehen), um den Darm an einen bestimmten Rhythmus zu gewöhnen, und nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit.
  • Unterdrücken Sie den Stuhlgang möglichst nicht.

Allgemeine Maßnahmen

Alle unter "Vorbeugung" genannten Maßnahmen sind auch sinnvoll, wenn eine Verstopfung vorliegt.

Ein Glas lauwarmes Wasser, Orangen- oder Grapefruitsaft, am Morgen auf nüchternen Magen getrunken, kann die Darmentleerung zusätzlich anregen. Auch Sauerkraut – als Gemüse oder Saft – sowie frisches oder getrocknetes Obst (z. B. Pflaumen, Feigen, eventuell mit Jogurt gemischt) regen die Darmbewegung an.

Alle diese Maßnahmen erfordern jedoch etwas Ausdauer und Geduld, weil es einige Tage dauert, bis sich der Erfolg zeigt.

Wann zum Arzt?

Bleibt der Stuhlgang trotz der vorbeugenden und allgemeinen Maßnahmen länger als vier Tage aus, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Auch wenn Sie den Darm trotz eines Abführmittels länger als zwei Tage nicht entleeren können, sollten Sie sich ärztlich behandeln lassen.

Unter folgenden Bedingungen kann der Arzt Abführmittel zulasten der Krankenkasse verordnen:

  • Sie haben Krebs.
  • Sie haben sackähnliche Ausstülpungen im Darm (Divertikel) oder diese Divertikel haben sich entzündet.
  • Der Dickdarm ist krankhaft erweitert (Megacolon).
  • Es besteht eine Mukoviszidose.
  • Der Darm ist aufgrund einer Nervenschädigung gelähmt (neurogene Darmlähmung).
  • Es steht ein diagnostischer Eingriff bevor (z. B. Darmspiegelung).
  • Die Nierenfunktion ist chronisch gestört, und Sie erhalten deshalb phosphatbindende Arzneimittel.
  • Sie werden mit morphinhaltigen Schmerzmitteln behandelt.

Darüber hinaus dürfen Quellmittel mit Flohsamen und Flohsamenschalen zur unterstützenden Behandlung bei Morbus Crohn oder bei einem Kurzdarmsyndrom sowie bei Durchfall, der im Zusammenhang mit einer HIV-Infektion auftritt, zulasten der Krankenkassen verordnet werden. Näheres hierzu finden Sie in der Ausnahmeliste.

Bei Kindern

Dauert es vier Tage oder mehr, bis ein Kind den Darm entleert, oder kommt es häufig zu unkontrollierten Stuhlabgängen (was bei 75 bis 90 Prozent aller Kinder mit Verstopfung vorkommt und leicht als Durchfall fehlinterpretiert wird) oder ist der Stuhl sehr hart und kann nur unter Schmerzen abgesetzt werden, sollten Sie dies mit einem Arzt besprechen.

Behandlung mit Medikamenten

Normalerweise kommt der Darm mit den vorbeugenden und allgemeinen Maßnahmen innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder in Schwung. Medikamentöse Abführhilfen (Laxanzien) sollten Sie nur unter folgenden Bedingungen anwenden:

  • Sie sind längere Zeit bettlägerig und können sich nicht ausreichend bewegen.
  • Sie dürfen beim Stuhlgang nicht stark pressen, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt, Leistenbruch oder nach einer Thrombose.
  • Sie haben Divertikel und leiden an einer akuten Verstopfung.
  • Sie müssen dauerhaft Medikamente einnehmen, die eine Verstopfung hervorrufen können, zum Beispiel morphinhaltige Schmerzmittel oder Mittel gegen Parkinsonkrankheit.

Bedenken Sie, dass die Nahrung etwa 24 bis 48 Stunden benötigt, um den Darm zu passieren. Haben Sie den Darm mithilfe eines Abführmittels entleert, werden zwei bis drei Tage vergehen, bis wieder erneuter Stuhlgang möglich sein wird.

Rezeptfreie Mittel

Osmotische Abführmittel mit Lactulose, Macrogol oder Magnesiumsulfat sowie pflanzliche Quellmittel wie Flohsamen vergrößern das Stuhlvolumen, indem sie vermehrt Wasser binden, und regen so die Darmbewegung an. Eine akute Verstopfung lässt sich damit gut beheben. Diese Mittel sind auch angebracht, um den Stuhl weich zu machen, wenn starkes Pressen vermieden werden soll.

Harte Kotballen im Enddarm lassen sich am besten mit mineralhaltigen Mischungen als Klistier oder Zäpfchen oder mit dem Gleitmittel Glyzerin erweichen, das ebenfalls als Klistier oder Zäpfchen angewendet wird. Das zu den Gleitmitteln zählende Paraffin wird nicht lokal im Enddarm angewendet, sondern als Emulsion eingenommen. Es ist bei Verstopfung wenig geeignet, weil es zu hohe Risiken birgt.

Darmreizende Abführmittel mit den Wirkstoffen Bisacodyl oder Natriumpicosulfat sollten Sie nur kurzzeitig anwenden. Sie können rasch dazu führen, dass der Darm sich an den Reiz gewöhnt und sich bei längerfristiger Anwendung ein Kaliummangel entwickelt, der seinerseits die Verstopfung weiter verstärken kann.

Pflanzliche Abführmittel aus Sennesblättern oder -früchten reizen die Darmwand ebenso und dürfen nur kurzzeitig angewendet werden. Diese Mittel sollten Sie den Präparaten mit Aloe oder Rizinusöl vorziehen, weil diese die Darmwand zu stark reizen.

Abführtees sind zur kurzzeitigen Anwendung geeignet, wenn sie Sennesblätter oder -früchte enthalten. Die Pflanzenkombination aus Flohsamen und Sennesfrüchten ist mit Einschränkung geeignet, um eine Verstopfung zu beheben. Die beiden Komponenten sollten besser als Einzelmittel angewendet werden. Und zwar sollte zunächst ein Quellmittel wie Flohsamen alleine ausprobiert werden, und nur wenn dieses nicht ausreichend wirksam war, Sennesfrüchte als Monopräparat.

Bei Kindern

Generell gilt: Verstopfung bei Kindern sollten Sie möglichst ohne Abführmittel behandeln. Bei kleinen Rissen im Analbereich (z. B. aufgrund von sehr hartem Stuhl) ist eine konsequente Hautpflege mit zinkoxidhaltigen Salben sinnvoll. Nach ärztlicher Rücksprache kann man versuchen, mit Medikamenten den Stuhlgang weich zu machen. Hierzu eignen sich Macrogol in einer kindgerechten Dosierung, Lactulose oder als Gleitmittel Glyzerinzäpfchen. Auch Zäpfchen mit Lecicarbon aus der Gruppe der mineralhaltigen Mischungenkönnen Sie Säuglingen und Kindern geben. Anschließend sollten allgemeine und vorbeugende Maßnahmen dafür sorgen, dass der Darm wieder regelmäßig entleert werden kann. Manchmal brauchen Kinder mit chronischer Verstopfung zusätzlich einige Wochen bis Monate eine medikamentöse Unterstützung mit niedrig dosierten Abführmitteln (in erster Linie Macrogol) bis sie wieder ein normales Stuhldranggefühl entwickelt haben.

Rezeptpflichtige Mittel

Wenn die vorgenannten Abführmittel keine ausreichende Wirksamkeit zeigen, kann bei chronischer Verstopfung Prucaloprid eingesetzt werden. Das Mittel regt die Darmbewegung an und kann die Verweildauer des Stuhls im Darm verringern. Allerdings ist der Wirkeffekt den Studien zufolge nur für einen begrenzten Zeitraum nachgewiesen und gering ausgeprägt. Ob die Wirksamkeit und die Verträglichkeit der Behandlung auch bei Daueranwendung bestehen, ist noch ungeklärt. Dies sollte daher durch weitere Studien besser belegt werden. Das Mittel gilt als mit Einschränkung geeignet.

Bei Kindern

Einige Präparate mit Macrogol für Kinder sind rezeptpflichtig.

Neue Medikamente

Mit Methylnaltrexon (Relistor) und Naloxegol (Moventig) wurden zwei neue Wirkstoffe zur Behandlung der Verstopfung zugelassen.

Relistor muss gespritzt werden und ist speziell gedacht zur Behandlung einer Verstopfung, die durch Opiate (bei starken Schmerzen) hervorgerufen wird und durch andere Abführmittel nicht zu behandeln ist. Das Mittel wird dann bedarfsweise zusätzlich zu den üblichen Abführmitteln angewendet. Es bindet an die Andockstellen von Morphin außerhalb des Gehirns und wirkt dort als Gegenspieler. Dadurch werden die unerwünschten Wirkungen einer Morphinbehandlung im Magen-Darm-Trakt abgemildert. In klinischen Studien hatten 34 bis 55 von 100 mit Relistor Behandelte innerhalb von vier Stunden nach der ersten Injektion Stuhlgang im Vergleich zu 8 bis 15 von 100, die nur ein Scheinmedikament erhielten.

Das Mittel wurde jedoch nur über einen Zeitraum von vier Monaten geprüft. Länger sollten Sie es deshalb nicht anwenden.

Bei mehr als 1 von 10 Behandelten kommt es zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Blähungen. Es können auch teilweise schwerwiegende unerwünschte Wirkungen im Magen-Darm-Trakt auftreten, wie zum Beispiel ein Magendurchbruch. Deshalb sollte Relistor nur eingesetzt werden, wenn sich die Verstopfung mit den üblichen Abführmitteln nicht ausreichend gebessert hat, oder wenn diese nicht eingesetzt werden können.

Neben Methylnaltrexon wurde mit Naloxegol (Moventig) ein zweites Abführmittel zugelassen, das außerhalb des Gehirns an den Andockstellen von Morphin als Gegenspieler wirkt und dadurch die unerwünschten Wirkungen einer Morphinbehandlung im Magen-Darm-Trakt abmildern kann. Naloxegol muss aber nicht gespritzt werden, sondern kann in Form von Tabletten eingenommen werden. Auch dieses Mittel darf nur eingesetzt werden, wenn andere Abführmittel wirkungslos waren. In klinischen Studien hatten 48 von 100 Personen mit Verstopfung, die 25 Milligramm Nalexogol einnahmen, innerhalb von zwölf Behandlungswochen mindestens drei Darmentleerungen pro Woche im Vergleich zu 30 von 100, die mit einem Scheinmedikament behandelt wurden. Wurden nur 12,5 Milligramm Nalexogol verabreicht, lag die Erfolgsrate bei 43 von 100 Behandelten. Im Mittel kam es sechs Stunden nach der Anwendung von 25 Milligramm Nalexogol zu einer spontanen Darmentleerung. Im Vergleich dazu lag die Zeit bis zur ersten spontanen Darmentleerung mit 12,5 Milligramm Nalexogol bei 20 Stunden und mit Scheinmedikament bei 36 Stunden.

Häufigste unerwünschte Wirkungen waren Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Kopfschmerzen und Blähungen, die mit einem Gefühl des Unwohlseins und mit Krämpfen verbunden waren. Diese Nebenwirkungen traten bei 5 bis 20 von 100 Behandelten hauptsächlich zu Therapiebeginn auf und ließen nach einiger Zeit nach. Das Mittel wirkt nur in geringem Maß im Gehirn. Trotzdem kann aufgrund der derzeitigen Erkenntnisse nicht ausgeschlossen werden, dass sich ein Opioidentzug entwickelt, wenn Naloxegol gleichzeitig mit Opiaten (bei starken Schmerzen) eingesetzt wird. Typische Symptome bei einem solchen Entzug sind beispielsweise Angst, Unruhe, Schwitzen, Tränenfluss, Zittern, Gänsehaut, eventuell Muskel- und Knochenschmerzen, Übelkeit, beschleunigter Herzschlag und beschleunigte Atmung. Wenn solche Beschwerden auftreten, muss ein Arzt aufgesucht werden.