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Der Pearl-Index – Wie sicher ist meine Verhütungs­methode?

Wie sicher sich mit einer Methode eine Schwangerschaft verhüten lässt, wird in der Medizin mit dem Pearl-Index (PI) angegeben. Diese Zahl bezeichnet, wie viele von 100 Frauen schwanger werden, wenn sie die jeweilige Verhütungs­methode ein Jahr lang anwenden. Je nied­riger der PI, desto sicherer die Methode.

Zahlenspanne für jede Methode

In der Literatur weichen die PI-Angaben für die einzelnen Methoden voneinander ab. Manche Angaben setzen voraus, dass die Methode ohne jeden Fehler durch­geführt wurde, andere berück­sichtigen, dass es im Alltag Anwendungs­fehler gibt. Die folgenden Zahlen­werte umfassen die ganze Spanne der Angaben. Mit ihnen lässt sich die Verhütungs­sicherheit daher nur in etwa eingrenzen. Ihre persönliche Verhütungsmethode sollten Sie nicht allein anhand der Verhütungs­sicherheit auswählen. Es sind noch weitere Aspekte zu berück­sichtigen, wie beispiels­weise ob Sie rauchen oder eine chro­nische Erkrankungen haben.  

  • Ohne Verhütungs­mittel: PI 85
  • spermien­abtötende Scheidenzäpf­chen, -gel: PI 18–29
  • Diaphragma mit Gel: PI 6–16
  • Coitus interruptus: PI 4–27
  • Kondome: PI 2–15
  • Kalender­methode: PI 4-25
  • Kupferhaltige Spirale: PI 0,1–1,5
  • Minipille: PI 0,3-8
  • Temperaturmessen/Schleimbeobachtung: PI 0,3–3
  • Depot­spritze: 0,3–3
  • Verhütungs­pflaster: PI 0,7–0,9
  • Pille (Kombinations­präparate): PI 0,1–0,9
  • Vaginalring: PI 0,4–0,7
  • Sterilisation: PI 0,1–0,5
  • Hormonhaltige Spirale: PI 0,2
  • Implantat: PI 0–0,05.

Das individuell passende Verhütungs­mittels kann je nach Alter und den jeweiligen Lebens­umständen wechseln, lesen Sie dazu auch die Erläuterungen unter Wahl der Verhütungsmethode.