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Für jede Lebenssituation die richtige Verhütungsmethode finden

Welche Verhütungsmethode sich für eine Frau gut und welche weniger gut eignet, hängt auch von ihrem Alter und Gesundheitszustand ab, von Beziehungsstatus, Lebensstil und der Frage, ob sie noch Kinder haben möchte. Vor einer Entscheidung sollte jede Frau diese Punkte in Ruhe durchdenken und mit dem Partner und ihrer Ärztin besprechen, bevor sie eine Entscheidung trifft.

Frauen unter 20 Jahren

Das Verhütungsmittel muss sehr sicher (Sicherheit nach dem Pearl-Index) sein, da der Lebensrhythmus in diesem Alter meist recht wechselhaft ist, worunter die zuverlässige Anwendung leiden kann. Die Wirkung muss sicher aufzuheben sein, wenn die Frau später Kinder haben möchte. Diese Anforderungen erfüllt am besten die „Pille“, genauer: Einphasenpräparate mit geringem Östrogenanteil und einem Gestagen, das relativ sicher und dessen Nebenwirkungsprofil gut bekannt ist. Auch ein Vaginalring, der Östrogen und Gestagen abgibt, kommt infrage. Auch die Spirale (Intrauterinpessar, IUP) ist ein relativ sicheres Verhütungsmittel. Wenig raumgreifende IUPs gelten inzwischen auch für jüngere Frauen als geeignet.

Frauen zwischen 20 und 40 Jahren

Frauen dieser Altersgruppe kommen mit einer Verhütungsmethode, die von ihnen einiges an Selbstkontrolle und Konsequenz bei der Anwendung verlangt, üblicherweise recht gut zurecht. Damit können Barrieremethoden wie Kondom, Diaphragma und Temperaturmessen für sie eine Option sein. Für Frauen, die eine hormonelle Verhütung bevorzugen, gilt das oben Gesagte. Bei Frauen zwischen 30 und 40 Jahren sollte aber strenger als bei jüngeren geprüft werden, ob es gesundheitliche Gründe gibt, die gegen eine Einnahme der Pille sprechen. Dreistufenpräparate oder die Minipille sind für diejenigen Frauen geeignet, die eine zuverlässige Einnahme gewährleisten können. Auch der Vaginalring eignet sich als Alternative. Wenn in absehbarer Zeit keine Schwangerschaft geplant ist, kann zudem ein IUP infrage kommen. Ist die Partnerschaft stabil und die Partner sind sich sicher, dass sie keine Kinder mehr wollen,ist auch in Betracht zu ziehen, ob sich einer von beiden sterilisieren lässt.

Frauen über 40 Jahre

Frauen dieser Altersgruppe, stehen alle Verhütungsmethoden zur Verfügung – nur auf die Pille sollten sie möglichst verzichten, da das Risiko für Störungen des Herz-Kreislauf-Systems altersbedingt deutlich erhöht ist. Die Pille kommt allenfalls infrage, wenn die Frau gesund ist, nicht raucht und weder bei ihr selbst noch in der direkten Verwandtschaft Risikofaktoren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Brustkrebs vorliegen.

Für alle

Wie gut sich die einzelnen Methoden und Präparate zur Verhütung eignen, hängt darüber hinaus auch von den jeweiligen Wirkstoffen ab. Bewertungen unserer Arzneimittelexperten finden Sie unter Empfängnisverhütungsmittel.

Nur Kondome schützen vor sexuell übertragbaren Erkrankungen. Bei der Auswahl des Verhütungsmittels kann je nach Lebensstil auch die Frage nach sexuell übertragbaren Erkrankungen auftauchen. Nur Kondome können wirksam vor Ansteckungen schützen.