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Salben in der Apotheke hergestellt – individuelle Rezepturen für Haut­probleme

Bei Haut­erkrankungen verordnet der Arzt häufig Mittel, die den individuellen Bedürf­nissen Ihrer Haut und den Erforder­nissen der zugrundeliegenden Erkrankung entsprechend nach einer bestimmten Rezeptur in der Apotheke hergestellt werden.

Wirk­stoffe gleich, Hilfs­stoffe anders

Häufig handelt es sich dabei um Kombinationen. Sofern diese Mittel die gleichen Wirk­stoffe enthalten, lassen sie sich genauso beur­teilen wie die entsprechenden Fertigarznei­mittel. Die Rezepturen können aber mit anderen Hilfs­stoffen versehen sein, die die Wirkung der Inhalts­stoffe an der Haut beein­flussen. Meist werden die Salben, Cremes oder Tinkturen frisch „angerührt“ und sind nicht so lange halt­bar wie Fertigarznei­mittel, etwa dann, wenn auf Konservierungs­mittel verzichtet wird, die leicht Allergien auslösen.

Apotheke über­prüft Rezeptur

Manchmal werden die Mittel auch deshalb verschrieben, weil sich so Substanzen zusammenmixen lassen, die wegen Verträglich­keits­problemen oder aus wirt­schaftlichen Über­legungen als Fertigpräparat nicht oder nicht mehr auf dem Markt sind. Unter anderem deswegen prüft die Apotheke die Rezeptur vor der Herstellung noch einmal auf ihre Plausibilität.

Nicht alles mischen

Vorsicht ist geboten, wenn es sich bei der verordneten Rezeptur um eine Kombination aus Antibiotikum, Pilz­mittel und einem cortisonhaltigen Wirk­stoff handelt. Eine solche "Schrotschuss­therapie", die gleich­zeitig Bakterien, Pilze und eine Entzündung behandeln soll, ist nur selten sinn­voll. Es ist besser, die Haut­erkrankung eindeutig zu diagnostizieren und entsprechend ihrer Ursachen gezielt zu behandeln.