Medikamente im Test

Kopfschmerzen durch Schmerzmittel

Viele Erkrankungen und Störungen, die mit Schmerzen einhergehen, dauern länger an oder treten in Abständen immer wieder auf. Dann ist die Versuchung groß, Schmerzmittel über längere Zeit oder immer wieder einzunehmen. Das birgt jedoch das Risiko, durch diese Mittel einen Dauerkopfschmerz zu erzeugen. Möglicherweise senkt die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln die Schwelle, ab der das Gehirn auf Schmerzen reagiert, und macht das Schmerzsystem so überempfindlich.

Medikamentenbedingte Dauerkopfschmerzen können bereits auftreten, wenn Schmerzmittel längere Zeit öfter als zehn Tage im Monat eingenommen werden. Dieses Risiko ist besonders zu beachten, wenn Acetylsalicylsäure (ASS) oder Paracetamol mit Coffein kombiniert werden. Derartige Kombinationsmittel werden nicht selten häufiger und in höherer Dosierung eingenommen, als es angeraten ist. Auch beim Gebrauch von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) über längere Zeit können Kopfschmerzen auftreten, die auf dem Medikament beruhen. Mit ansteigender Dosierung und Anwendungsdauer können NSAR darüber hinaus Magen und Darm schädigen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Bei Dauergebrauch besteht zudem die Gefahr von Nierenschäden.

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