Medikamente im Test

Keine Angst vor cortisonhaltigen Mitteln!

Cortisonhaltige Mittel, medizinisch Glucocorticoide, zum Inhalieren haben sich in der Dauerbehandlung des Asthmas bewährt und gehören – auch bei Kindern – zu den wichtigsten Medikamenten, weil sie die Entzündungen in den Bronchien dämpfen. Damit entziehen sie dem Asthma einen Gutteil seiner Basis und tragen wesentlich dazu bei, dass es sich nicht verschlimmert.

Viele Menschen haben jedoch Angst, cortisonhaltige Mittel (Glucocorticoide) anzuwenden. Sie fürchten typische Begleiterscheinungen wie brüchige Knochen (Osteoporose), ein "Vollmondgesicht" oder Wachstumsstörungen bei Kindern. Diese Angst ist in aller Regel unbegründet. Mittel zum Inhalieren wirken nahezu ausschließlich in Bronchien sowie Lunge und nur geringfügig im übrigen Körper. Die für Glucocorticoide bekannten unerwünschten Wirkungen kommen nur bei der Einnahme von höher dosierten cortisonhaltigen Mitteln vor (Tabletten oder Spritzen), die im gesamten Körper wirken, oder allenfalls, wenn Mittel zum Inhalieren über Jahre in sehr hoher Dosierung angewendet werden.

Cortisonhaltige Mittel zum Inhalieren sind bei Asthma sinnvoll, wirksam und insgesamt sehr nebenwirkungsarm. Die zu inhalierende Dosis wird jeweils an das Krankheitsbild und an das Alter angepasst (insbesondere bei Kindern).