Medikamente im Test

Grippe oder grippaler Infekt?

Eine durch bestimmte Virustypen (Influenzaviren) ausgelöste "echte" Grippe (Influenza) dauert länger und verläuft schwerer als ein grippaler Infekt. Grippaler Infekt ist der Fachbegriff für eine gewöhnliche Erkältung. Häufige, aber nicht zwingende Kennzeichen einer "echten" Grippe sind das schlagartig einsetzende hohe Fieber (um 39 bis 40 °C), heftige Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie ein starkes allgemeines Krankheitsgefühl. Oft sind die Augen sehr lichtempfindlich und das Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf ist groß. Bei Klein- und Schulkindern können Bauchschmerzen und Durchfall hinzukommen. Eine Grippe ist meist erst nach zwei bis drei Wochen überstanden.

Gegen die "echte" Virusgrippe gibt es eine Impfung, die jedes Jahr im Herbst angeboten wird und ungefähr sechs Monate vorhält. Die Zusammensetzung des Impfstoffs richtet sich nach dem jährlich wechselnden aktuellen Virustyp. Die Impfung schützt also nur für eine Saison, nicht länger. Sie wird allgemein allen Personen über 60 Jahre empfohlen, vor allem aber chronisch Kranken (z. B. bei Asthma, chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen), für die eine Influenza-Erkrankung ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellt. Auch Personen, die beruflich viel mit anderen Menschen in Kontakt kommen oder täglich öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dadurch ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben, sollten sich mit einer Impfung schützen.