Medikamente im Test

Früherkennung einer Chlamydieninfektion

Seit April 2008 können Frauen, die jünger sind als 25 Jahre, einmal im Jahr zulasten der gesetzlichen Krankenkasse ihren Urin auf Chlamydien untersuchen lassen. Diese Früherkennung einer Chlamydieninfektion soll helfen, schwerwiegende Folgen der Infektion wie Eileiterschwangerschaften, Unfruchtbarkeit und Gelenkerkrankungen zu verhindern.

Für andere Frauen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die entsprechenden Untersuchungen beim Verdacht auf eine solche Infektion.

Bei schwangeren Frauen wird im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge ebenfalls eine Urinprobe auf Chlamydien untersucht. Eine Chlamydieninfektion kann das Risiko erhöhen, dass die Schwangerschaft vorzeitig endet. Ferner infizieren sich bei einer vaginalen Geburt viele Kinder mit den Chlamydien ihrer Mutter. Die meisten bekommen dann eine Bindehautentzündung; einige erkranken im ersten Lebensjahr auch an einer Lungenentzündung.

In der Urinprobe wird das genetische Material der Erreger mit dem Nukleinsäurenachweisverfahren nachgewiesen. Dieser Test ist sehr zuverlässig. Hat eine Frau Beschwerden, wie Eileiterentzündung oder Gelenkbeschwerden, die auf eine fortgeschrittene Chlamydieninfektion hindeuten, muss das Blut auf Antikörper gegen Chlamydien untersucht werden.

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