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Der Jo-Jo-Effekt

Für nicht wenige Menschen gehören Diäten und Schlankheitskuren zum Lebensrhythmus wie die Jahreszeiten. Und fast ausnahmslos stellen sie nach längerer Zeit fest: Die Waage zeigt von Jahr zu Jahr mehr an. Sie scheitern am sogenannten Jo-Jo-Effekt.

Dass Nahrungsmittel jederzeit und in unbegrenzter Menge zur Verfügung stehen, ist entwicklungsgeschichtlich recht neu. Zum biologischen Überlebensprogramm des Menschen gehört vielmehr, sich auf Hungersnöte einzustellen. Immer wenn der Körper deutlich weniger Kalorien zugeführt bekommt als gewohnt, interpretiert er das als Hungersnot. Er schaltet den Stoffwechsel auf ein Sparprogramm um und drosselt den Energieverbrauch. Ist die Zeit der schmalen Kost vorbei, versucht er, die verlorenen Pfunde wieder zurückzugewinnen, bis er wieder zum Ausgangsgewicht oder sogar darüber hinaus gelangt ist.

Dieses Auf und Ab lässt sich nur durchbrechen, wenn die Gewichtsabnahme mit einer grundsätzlichen Änderung der Lebensgewohnheiten verbunden wird. Der schlank gewordene Mensch muss sich dauerhaft mit weniger Kalorien zufriedengeben, denn ein Körper mit weniger Masse benötigt weniger Kalorien, um zu funktionieren. Zum Beispiel kommt jemand, der 10 Kilogramm abgenommen hat, mit etwa 300 bis 500 Kalorien pro Tag weniger aus. Wer meint, nach der Diät wieder so leben zu können wie vorher – aber mit einer besseren Figur – wird bald enttäuscht.