Medikamente im Test

Blockieren oder hemmen?

Zur Behandlung von Sodbrennen sind säurehemmende sowie säureblockierende Mittel in kleiner Packungsgröße und niedriger Dosierung rezeptfrei erhältlich. Säureblocker unterdrücken die Säurebildung im Magen wesentlich intensiver als Säurehemmer, aber nicht komplett, auch wenn man es aufgrund des Namens vermutet. Diese stärkere Wirkung ist jedoch nicht in jedem Fall sinnvoll, und nicht immer notwendig. Zwar verschwindet mit solchen Medikamenten das Sodbrennen verlässlich, aber das kann dazu verleiten, die Mittel länger als empfohlen einzunehmen – einfach, um keine Schmerzen aushalten zu müssen. Möglicherweise bleibt dann eine schwerere Krankheit – zum Beispiel ein Magengeschwür oder eine Speiseröhrenentzündung – zu lange unzureichend behandelt.

Auch sollten Sie die säureblockierenden Mittel nicht gleich als erstes anwenden, zumal diese am teuersten und nicht sofort wirksam sind. Besser ist es, Sie suchen das geeignete Mittel Ihren Beschwerden entsprechend aus: Wenn Sodbrennen nur vereinzelt und kurzzeitig auftritt, genügen meist Antazida. Halten die Beschwerden an, können Sie stattdessen auch säurehemmende oder säureblockierende Wirkstoffe für einen kurzen Zeitraum einsetzen. Beachten Sie in jedem Fall die Anwendungsbeschränkungen. Nach spätestens zwei Wochen der Selbstbehandlung sollten Sie in jedem Fall einen Arzt zu Rate ziehen, wenn die Beschwerden noch nicht vergangen sind.

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