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Basal­temperatur und Vaginal­schleim – Verhütung natürlich

Manche Frauen möchten sich bei der Verhütung nicht auf Arznei­mittel verlassen oder sie vertragen diese nicht. Für sie kommen natürliche Verhütungs­methoden infrage. Basal­temperatur und Vaginal­schleim sind wichtige Indikatoren, um die frucht­baren Tage zu ermitteln. Voraus­setzung: Ein gutes Körpergefühl und ein stabiler Lebens­wandel.

Basal­temperatur bestimmen

Die Basal­temperatur muss morgens vor dem Aufstehen, möglichst immer zur gleichen Zeit, gemessen werden. Am besten eignet sich dafür ein digitales Basalther­mometer, das mit einer Genauigkeit von 0,05 °C misst. Verwenden Sie immer dasselbe Thermo­meter und reinigen Sie es mit lauwarmem Wasser.

Genau messen. Mit diesem Thermo­meter messen Sie im After oder in der Scheide mindestens fünf Minuten lang die Temperatur. Die Aussage ist nur dann verläss­lich, wenn Sie vor dem Messen wenigs­tens sechs Stunden geschlafen haben. Neben der Schlafdauer beein­flusst eine Reihe weiterer Faktoren die morgendliche Temperatur: Alkohol­konsum, körperliche und psychische Belastungen, fieberhafte Erkrankungen, Medikamenten­einnahme. So kann es zum Beispiel am Morgen nach einer durch­zechten Nacht zu abweichenden Werten kommen.

Kurvenblatt oder Zyklus-App. Die abge­lesene Temperatur über­tragen Sie in ein Kurvenblatt oder geben die Daten in eine Zyklus-App ein. Wenn Ihre Temperatur dreimal hinter­einander mindestens 0,2 °C über der liegt, die sechs Tage zuvor gemessen wurde, können Sie davon ausgehen, dass der Eisprung am Tag der Temperatur­erhöhung statt­gefunden hat. In der Zeit danach ist eine Schwangerschaft unwahr­scheinlich.

Die abge­lesene Temperatur tragen Sie in ein Kurvenblatt ein. Wenn Ihre Temperatur dreimal hinter­einander mindestens 0,2 °C über der liegt, die sechs Tage zuvor gemessen wurde, können Sie davon ausgehen, dass der Eisprung am Tag der Temperatur­erhöhung statt­gefunden hat. In der Zeit danach ist eine Schwangerschaft unwahr­scheinlich.

Vaginal­schleim beob­achten

Im Allgemeinen ist der Schleim an der Scheiden­öffnung spür­bar. Dort sollten Sie ihn abnehmen und seine Konsistenz prüfen. Dazu nehmen Sie ein wenig Schleim zwischen Daumen und Zeigefinger und ziehen die Finger auseinander. Wenn er sich zu einem kleinen Faden spannen lässt, können Sie davon ausgehen, dass jetzt die Zeit des Eisprungs ist.

Gesundes Milieu erhalten. Vaginal­schleim liefert nur bei gesundem Scheidenmilieu verläss­liche Informationen für die Empfäng­nisverhütung. Intim­sprays, Vaginalduschen, Verhütungs­zäpf­chen und -gele, aber auch Entzündungen verändern die Scheidenflora und damit auch die Aussagekraft der Schleim­probe.