Medikamente im Test

Nach diesen Kriterien wählen wir die Medikamente aus

Der Arznei­mittel­markt in Deutsch­land ist groß und unüber­sicht­lich. Da wir uns bei der Beur­teilung auf die wirk­lich wichtigen Medikamente konzentrieren wollten, haben wir klare Kriterien für die Markt­auswahl fest­gelegt: In unsere Daten­bank Medikamente im Test kommen nur die am häufigsten verkauften Produkte.

Rezept­freie Mittel

Im Bereich der Selbst­medikation ermittelt im Auftrag der Stiftung Warentest ein Markt­forschungs­unternehmen den Umsatz für die Medikamente. Diese Markt­erhebung wird regel­mäßig wieder­holt. Aufgrund des hohen Aufwands kann die Stiftung Warentest die Daten­bank nicht permanent aktualisieren. Für den aktuellen Stand haben wir Menge und Art der von Oktober 2015 bis September 2016 rezept­frei verkauften Produkte ermitteln lassen. Ein Experten­kreis, der der Stiftung Warentest beratend zur Seite steht, benannte 79 Produkt­gruppen, die in der Selbst­medikation erfahrungs­gemäß eine große Rolle spielen. Für diese Gruppen wurden die 25 am häufigsten verkauften Produkte fest­gestellt. In die Auswertung wurden neben Arznei­mitteln auch Medizin­produkte und andere Gesund­heits­mittel aufgenommen, wenn sie in der jeweiligen Produkt­gruppe eine relativ große Bedeutung haben. Aus dieser Auswahl wurden die Produkte besprochen und bewertet, die inner­halb ihrer Gruppe einen mindestens fünf­prozentigen Markt­anteil an den Packungs­verkäufen hatten.

Aktuelle Preise

Preise und Bewertungen aller Mittel werden kontinuierlich auf dem aktuellen Stand gehalten. Die Preise werden zweimal pro Monat aktualisiert. Basis hierfür ist die Lauer-Taxe, eine Zusammen­stellung von Daten über Fertigarznei­mittel und andere apotheken­übliche Waren. Wie aktuell ist Medikamente im Test? erläutert wie die inhalt­liche Aktualisierung abläuft.

Vitamine und Co

Die Daten­bank enthält auch Informationen zu Vitaminen, Mineralstoffen und Spuren­elementen. Hier werden keine Produkt­namen genannt, es sei denn, es handelt sich um zugelassene Arznei­mittel. Da diese Präparate für verschiedene Zwecke einge­setzt werden, wird für sie keine anwendungs­bezogene Bewertung abge­geben. Es gibt eine Über­sicht über die empfohlenen Tages­mengen von Vitaminen und Mineralstoffen.

Rezept­pflichtige Mittel

Für Auswahl der Medikamente, die vom Arzt verordnet werden, ziehen wir den Arznei­ver­ordnungs-Report (AVR; Schwabe, U.; Paffrath, D.: Arznei­ver­ordnungs-Report; Springer Medizin Verlag, Berlin, Heidel­berg) heran. Dieser jähr­lich erscheinende Report beruht auf Daten der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und enthält nur solche Mittel, die zulasten dieser Kassen verordnet wurden. Dabei handelt es sich in erster Linie um rezept­pflichtige Mittel. Rezept­freie Mittel sind nur insoweit enthalten, als sie nach der Ausnahmeliste oder für Kinder noch verschrieben werden dürfen.

Ausgewertete AVR

Folgende Ausgaben des Arznei­ver­ordnungs-Reports (AVR) haben wir bisher ausgewertet:

  • Aus dem AVR 2018 haben wir die generischen Präparate einbezogen, die neu unter den 2 000 meist­ver­ordneten gelistet waren. Folgende Kapitel sind bereits komplett bearbeitet: Leber und Galle, Harnwege, Bakterielle Infektionen, Schmerzen und Fieber sowie Sons­tige Störungen.
  • Aus dem AVR 2017 haben wir Präparate einbezogen, die neu unter den 2 000 meist­ver­ordneten gelistet waren.
  • Aus dem AVR 2016 haben wir Präparate einbezogen, die neu unter den 2 000 meist­ver­ordneten gelistet waren.
  • Aus dem AVR 2015 haben wir Präparate einbezogen, die neu unter den 2 000 meist­ver­ordneten gelistet waren.
  • Aus dem AVR 2014 haben wir Präparate einbezogen, die neu unter den 2 000 meist­ver­ordneten gelistet waren.
  • Aus dem AVR 2013 haben wir ebenfalls unter den 2 000 meist­ver­ordneten Mitteln die Mono­präparate mit einem neuen Wirk­stoff und die Mittel mit einer neuen Wirk­stoff­kombination neu in die Daten­bank aufgenommen.
  • Aus dem AVR 2012 haben wir unter den 2 000 meist­ver­ordneten Mitteln die Mono­präparate mit einem neuen Wirk­stoff und die Mittel mit einer neuen Wirk­stoff­kombination neu in die Daten­bank aufgenommen.
  • Aus dem AVR 2011 haben wir die Präparate einbezogen, die neu unter den 2 000 meist­ver­ordneten gelistet waren.
  • Aus dem AVR 2010 haben wir unter den 2 000 meist­ver­ordneten Mitteln die Mono­präparate mit einem neuen Wirk­stoff und die Mittel mit einer neuen Wirk­stoff­kombination ausgewählt.
  • Aus dem AVR 2009 haben wir Präparate einbezogen, die neu unter den 2 000 meist­ver­ordneten gelistet waren.
  • Aus dem AVR 2008 haben wir unter den 2 000 meist­ver­ordneten Mitteln die Mono­präparate mit einem neuen Wirk­stoff und die Mittel mit einer neuen Wirk­stoff­kombination ausgewählt.
  • Aus dem AVR 2007 haben wir Präparate einbezogen, die neu unter den 2 000 meist­ver­ordneten gelistet waren.
  • Aus dem AVR 2006 haben wir gegen­über 2005 zusätzlich solche Mittel neu in die Daten­bank aufgenommen, die nur einen einzigen und bisher nicht besprochenen Wirk­stoff enthielten.
  • Aus dem AVR 2005 haben wir die 2 500 meist­ver­ordneten Arznei­mittel aufgenommen.

Ausnahmen bei der Auswahl

Im Abschnitt „Schwanger­schafts­abbruch“ wird über das Medikament „Mifegyne“ informiert. Es gehört zwar nicht zu den meist­ver­ordneten Arznei­mitteln, es ist aber ein wichtiges Medikament, weil es eine Alternative zum operativen Schwanger­schafts­abbruch eröffnet. Darüber hinaus wurden – abweichend vom AVR – einige wenige Mittel zusätzlich aufgenommen, wenn der Arznei­mittel-Experten­kreis der Stiftung Warentest dies nach­drück­lich empfohlen hat (z. B. Methyldopa (z. B. Presinol) bei hohem Blut­druck oder Tenofovir (Viread) und Entecavir (Baraclude) bei Hepatitis B). Darüber hinaus aus empfäng­nisverhütende Mittel und Mittel bei Erektions­störungen, die nicht zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden, wie beispiels­weise Sildenafil (Viagra).

Keine Löschung

Präparate, die nach neueren Markt­analysen nicht mehr zu den meist­ver­ordneten Mitteln gehören, bleiben weiterhin in der Daten­bank, damit die Informationen über diese Produkte weiterhin zur Verfügung stehen, voraus­gesetzt, sie sind noch im Handel. Zurück­gerufene oder nicht mehr auf dem Markt befindliche Mittel werden gelöscht.

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