iPhone und iPad von Apple Meldung

Apple stellt für iPad, iPhone und iPod Touch eine neue Version des Betriebssystems iOS bereit. Sie bringt einige Neuigkeiten – aber nicht alle Geräte bekommen alle neuen Features. Trotzdem lohnt sich das Update: Mit iOS 6 verbessert Apple auch die Einstellmöglichkeiten zum Datenschutz.

Update für neuere iOS-Geräte

Seit gestern Abend stellt Apple ein großes Software-Update für sein mobiles Betriebs­system iOS zum Download bereit. Die neue Version 6 ist für die iPhone-Versionen 3GS, 4 und 5, für das iPad 2 und 3 (von Apple nur das „neue iPad“ genannt) und für den iPod Touch der vierten und fünften Generation verfügbar. Ältere Geräte werden nicht unterstützt.

Nicht alle bekommen alle Features

Neben zahlreichen Detail­verbesserungen und einer engeren Integration des sozialen Netz­werks Facebook bietet das Update weitere neue Funktionen – allerdings nicht alle auf allen Geräten. So umfasst die neue Karten-App nun auch eine richtige Navigations­funk­tion mit Sprach­ansagen – aber nicht auf dem iPhone 4 und 3GS, sondern nur auf dem iPhone 4S und dem ganz neuen iPhone 5, das ab Ende dieser Woche erhältlich sein soll. Auch die neue Panorama-Funk­tion der Kamera erscheint nur auf den beiden neuesten iPhone-Modellen.

Besserer Daten­schutz für alle

iPhone und iPad von Apple Meldung

Das neue Daten­schutz­menü regelt die Zugriffs­rechte von Apps auf persönliche Daten.

Im neuen Daten­schutz­menü (links) kann der Nutzer nun unter anderem auch einstellen, welche Apps Zugriff auf sein Adresse­buch erhalten (rechts).

Trotzdem lohnt sich das Update nicht nur für die neuesten iPhones und iPads. Denn Apple stopft damit nicht nur etliche Sicherheitslücken, sondern verbessert auch die Einstellungs­möglich­keiten zum Daten­schutz: In dem neuen Menü­punkt „Einstel­lungen/Daten­schutz“ kann der Nutzer nun fest­legen, welche der installierten Apps auf die Ortungs­funk­tion, die gespeicherten Kontakte, den Kalender, die Erinnerungs­funk­tion, die Foto­samm­lung oder auf das Bluetooth-Funk­modul zugreifen dürfen – und welche nicht. So sollte er zum Beispiel verhindern können, dass Apps ungefragt das Adress­buch auslesen und die enthaltenen Kontakte an den App-Anbieter über­tragen – wie dies im Test zum Datenschutz bei Apps etliche Apps taten. Bisher bot iOS eine solche Einstell­möglich­keit nur für die Ortungs­dienst. Damit bietet iOS 6 bessere Daten­schutz­einstel­lungen als etwa das wichtigste Konkurrenz-System Android. Android-Handys listen die Zugriff­rechte von Apps vor deren Installation zwar seit jeher detailliert auf – doch hat der Nutzer hier keine Möglich­keiten, diese Rechte individuell einzuschränken.

Installation per iTunes oder WLan

Der Nutzer kann das Update wahl­weise per USB-Verbindung über einen Rechner mit dem PC-Programm iTunes installieren oder über eine WLan-Verbindung ganz ohne PC direkt auf das iOS-Gerät laden. Das geht dann über den Menü­punkt „Einstel­lungen/Allgemein/Software­aktualisierung“ im iPhone.

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