Wechsel­service für Gast­arife

So haben wir getestet

Wechsel­service für Gast­arife Testergebnisse für 7 Wechsel­service für Gast­arife

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Inhalt

Auswahl

Für den Lang­zeittest haben wir im Juli 2019 Wechsel­dienste für Gast­arife im Internet recherchiert. Sieben davon sind noch am Markt tätig.

Praxis­test

Unsere Tester, die alle mit Gas heizen, haben die Wechsel­dienste verdeckt zwischen November 2019 und Juli 2021 genutzt. Ihr Verbrauch lag zwischen 5 100 und 62 000 Kilowatt­stunden pro Jahr. Wir haben 21 Tester (3 pro Wechsel­service) vom ersten Kontakt mit dem Wechsel­service über den ersten Versorgerwechsel bis zum zweiten Wechsel begleitet. Sobald ein Tester ein Wechse­langebot erhielt, haben wir bei den Vergleichs­portalen Verivox und Check24 Preise abge­fragt und so geprüft, ob die Wechsel­dienste markt­gerechte Tarife empfehlen. Zusätzlich haben wir im August 2021 die Wechsel­dienste erneut verdeckt genutzt, um Kosten und Darstellung der Tarif­empfehlung aktuell auszuwerten. 

Zu zahlende Provision

Diese Kosten entstehen dem Kunden für die Nutzung des Wechsel­dienstes.

Finanztest-Bewertung

Anbieter, die die Test­kriterien zu mehr als 90 Prozent erfüllen, sind sehr empfehlens­wert, von 90 bis 50 Prozent vergaben wir ein Empfehlens­wert, darunter ein Nicht empfehlens­wert. Anbieter mit gravierenden Mängeln in der Daten­schutz­erklärung können nicht sehr empfehlens­wert sein, auch wenn sie mehr als 90 Prozent der Test­kriterien erfüllen.

1. Wechsel 

Eingabe des aktuellen Preises. Der Kunde muss seine individuelle Ersparnis durch Eingabe seines aktuellen Preises als Vergleichs­größe ermitteln können.

Tarif­vorschlag voll­ständig. Der Tarif­vorschlag muss Folgendes enthalten: Anbieter­name, Arbeits- und Grund­preis, Höhe und Art der Boni, Vertrags­lauf­zeit.

Güns­tiger Tarif­vorschlag. Der vorgeschlagene Tarif darf höchs­tens 5 Prozent teurer sein als der güns­tigste Tarif der Vergleichs­rechner oder nicht teurer sein als der Tarif auf Platz fünf.

Richtige Bezugs­größe bei der Erspar­nisberechnung. Der aktuelle Tarif des Testers muss zur Berechnung der Ersparnis heran­gezogen werden. 

Ersparnis abzüglich Provision dargestellt. Das Angebot muss die Ersparnis nach Abzug der Provision nennen. 

Ablaufplan mit Zeit­angaben. Der Kunde muss informiert werden, wann nächste Schritte erfolgen, zum Beispiel in welchem Zeitraum er ein neues Angebot für den zweiten Wechsel erhält.

Organisation eines reibungs­losen Wechsels. Der Wechsel zum neuen Anbieter hat funk­tioniert. Mögliche Probleme werden vom Wechsel­dienst recht­zeitig behoben.

2. Wechsel 

Recht­zeitig erfolgt. 
ja = Das Angebot für das zweite Jahr muss dem Kunden recht­zeitig vorliegen. Der Wechsel muss so durch­geführt werden, dass der Schluss­bonus nicht verloren geht.
eingeschränkt= Der Wechsel hat bei allen Testern geklappt. Doch der Neukundenbonus floss nicht immer, weil durch einen zu frühen Wechsel die Bedingungen hierfür nicht erfüllt wurden.

Trans­parente Preisdarstellung. Eine Gegen­über­stellung von altem und neuem Preis muss für einen Preis­vergleich vor Vertrags­abschluss einsehbar sein.

Güns­tiger Tarif­vorschlag. Der vorgeschlagene Tarif darf höchs­tens 5 Prozent teurer sein als der güns­tigste Tarif der Vergleichs­rechner oder nicht teurer sein als der Tarif auf Platz fünf.

Wechsel­service für Gast­arife Testergebnisse für 7 Wechsel­service für Gast­arife

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Provision 

Trans­parente Abrechnung. Die Provisions­rechnung muss die Ersparnis und die zu zahlende Provision nennen. 

Berechnung bezieht sich auf tatsäch­lichen Verbrauch.
ja= Die Provision wird erst am Ende des Vertrags­jahres anhand des Verbrauchs aus der Schluss­rechnung ermittelt.
eingeschränkt = Die Provision wird auf Basis des Verbrauchs im Vorjahr berechnet. Bei einem geringeren Verbrauch kann der Haushalt die Provision nach­träglich reduzieren lassen.

Information zur Versorgerprovision. Sofern der Wechsel­dienst eine Provision vom Versorger erhält, muss auf seiner Internetseite, in den Geschäfts­bedingungen (AGB) oder unter den FAQ trans­parent stehen, wie er damit umgeht.

Kundenportal

Kunden finden archi­vierte Verträge und Rechnungen. Ermöglicht Gesamt­über­blick über Zeitplan und Wechsel­prozess.

Mängel in der Daten­schutz­erklärung und in den allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB)

 Juristen haben im Juni 2021 geprüft, ob unzu­lässige Klauseln oder unzu­lässige Mängel vorliegen, die Kunden benach­teiligen.

Weitere Prüfungen

Ein Experte hat im Juni 2021 untersucht, ob die über­mittelten Daten ausreichend verschlüsselt werden. Das war bei allen der Fall.

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61 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

fischerdi am 01.12.2021 um 21:43 Uhr
Zusatz zum 31.07.2021… Vergleichsportale

Ich habe nicht verglichen sondern bin beim ortsüblichen Strom und Gasdealer mit Festpreisbindung geblieben… er war damals schon nicht allzuviel teurer, ein paar Euro…
Nun stoße ich auf Vattenfall und Konsorten an, spare im Jahr eben mal 1.200€… und habe persönlichen Service…
Service ist wichtiger als Geiz, ihr werdet mal alt und faul, dann braucht ihr Service, sonst wird es teuer… Ein Elektromeister und Betriebswirt aus dem Kölner Großraum…

genea99 am 18.11.2021 um 11:25 Uhr
Wechsel??

Ein Nachteil von Wechselkunden ist, das sie Neukunden-Tarife bekommen.
Ich habe bisher für Strom und Gas die Tarife von 2019 (!!!) bezahlt und beim Gas zahle ich ab 2022 mit 6,89ct. mit Preisgarantie exakt 30% mehr als bisher.(Neukunde ca. 10 ct.) Ich müßte doch sehr naiv sein, dauernd zu wechseln für "Boni", da auch der Strompreis für Neukunden selbst nach der 15% Erhöhung meines Anbieters von keinem anderen Anbieter unterboten werden kann und selbst bei meinem niedrigen Verbrauch der Preisunterschied als Stammkunde so hoch ist, das ich selbst bei Boni-Angeboten besser damit fahre, nicht zu wechseln.

Francis_Peltier am 08.11.2021 um 11:10 Uhr
Korrektur meiner Angabe zu Wechselstrom.eu

in Zusammenhang mit meinem Kommentar stehe auch in Kontakt mit Wechselstrom.eu, da ich Offenheit
in geschäftlichen Angelegenheiten sehr schätze.
Herr Tronnier hat mich daraufhin auf eine Namensverwechslung meinerseits bei den Vergleichen aufmerksam gemacht, so da ich folgende Korrektur zu meinem gestrigen Beitrag machen möchte:
Als Grundlage für die 2. Provisionsrechnung wurde von Wechselstrom.ac (so der damalige Name) ein neu ermittelter, für mich nicht verständlicher Betrag für den laufenden Vertrag mit MAINGAU (Nicht: EnBW) zugrunde gelegt - OHNE Berücksichtigung von Boni.
Es ist leicht, festzustellen, daß der unterjährige Wechsel für mich zunächst nur teurer wurde, da die erwartete Erhöhung keine 332 € (neu: 1.361€ zu bisher: 1.029 €) darstellen würde.
Dazu kam, daß der Bonus anteilig gekürzt wurde und daß ich eine 2. Provision (rd. 90 €) an Wechselstrom.ac abführen musste.
Francis Peltier

Francis_Peltier am 07.11.2021 um 20:53 Uhr
Dubiose Provisionsrechnung bei wechselstrom.eu

Ich kann Ihre uneingeschränkte Bewertung bei wechselstrom.eu nicht teilen.
Ich war dort Kunde für Gas und wechselte zunächst von der EnBW zu einem von wechselstrom.eu
neuen, empfohlenen Versorger. Als Provision fielen 30 % von der Ersparnis an.
Kurze zeit später schlug mir wechselstrom.eu erneut einen neuen Versorger vor, den ich auch
akzeptiert habe. Auch hier wurden mir 30 % von der erreichbaren Ersparnis in Rechnung gestellt.
Jedoch nicht von der Ersparnis zum bisherigen Versorger: Wechselstrom.eu hat -trotz meines Protestes - die neue Provision auf Basis des ursprünglichen Tarifs von der EnBW berechnet und satt kassiert. Daraufhin wurde die Geschäftsbeziehung beendet.
Ich bin jetzt zu switchup.de gewechselt, wo ich bereits meinen Stromvertrag laufen habe - und fühle mich dort pudelwohl.
Ich bitte Stiftung Warentest, diesen Kommentar als Leserbrief zu veröffentlichen, damit andere Leser
sich mit solchen Berechnungen vertraut machen können.

RZM am 14.10.2021 um 19:08 Uhr
Wechselpilot - Erwartungen enttäuscht

Auf Basis der Empfehlung von St. Warentest habe ich mich in 2019 entschlossen, den Service von Wechselpilot in Anspruch zu nehmen.
Leider lässt sich die Empfehlung aus der praktischen Erfahrung kaum bestätigen.
Bei mir wurden Vertragsdaten bei Wechselpilot falsch hinterlegt. Und die Qualität der Empfehlung ist schwer nachzuvollziehen: Die Vertragsdaten werden wenig transparent dargestellt, und Wünsche (z.B. zertifizierter Ökostrom) lassen sich nicht richtig hinterlegen. Die berechnete Ersparnis basiert auf der fiktiven Annahme, dass man im alten Tarif bleibt. Primär werden aber Tarife mit hohen Boni vermittelt, die im Folgejahr häufig überteuert sind.
Die Anreize sind also suboptimal gesetzt. Wechselservice und Kunde haben durchaus unterschiedliche Interessen.
Stiftung Warentest sollte darauf hinweisen!