Wechsel­service für Gast­arife

So nutzen Sie einen Wechsel­dienst

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Wechsel­service für Gast­arife - Strom- und Gast­arife für Bequeme
Wechsel­dienst­leister. Sein Job ist es, den Energietarifmarkt laufend zu checken und für seine Kunden die Verträge zu optimieren. © Frederik Jurk / Sepia

Die Entscheidung ist gefallen, ein Wechsel­dienst soll für den Energievertrag genutzt werden. Hier zeigen wir Schritt für Schritt, was Interes­sierte erwarten können.

Wechsel­service für Gast­arife Testergebnisse für 7 Wechsel­service für Gast­arife

Inhalt

Schritt 1: Anbieter auswählen

Als erstes entscheiden Sie: Soll der Wechsel­dienst den Tarif ab dem zweiten Jahr auto­matisch ohne Ihre Zustimmung ändern dürfen? So arbeiten Remind.me oder Wechselstrom.eu. Oder möchten Sie Einfluss nehmen? Dies geht bei allen anderen. Wechselpilot.com hat bei fast allen Prüfkriterien volle Punkt­zahl. Er verlangt eine Provision. Remind.me und Switchup.de kosten nichts, schneiden aber schlechter ab.

Schritt 2: Tarif­vorschlag einholen

Geben Sie auf der Internetseite des Dienstes Daten wie Jahres­verbrauch und Post­leitzahl ein. Dann erhalten Sie einen oder mehrere Tarif­vorschläge, entweder direkt auf der Internetseite oder per E-Mail. Schlagen die Dienste mehrere Tarife vor, kommentieren sie diese oft, zum Beispiel als „Preissieger“, „nied­rigster Abschlag“ oder „bester Ökotarif“.

Schritt 3: Wechsel­dienst beauftragen

Beauftragen Sie den Dienst mit dem Versorgerwechsel. Hierfür benötigen Sie Ihre Zählernummer. Diese finden Sie in einer alten Rechnung. Sollten Sie versehentlich eine falsche Zählernummer nennen oder versehentlich Ihren Partner als bisherigen als Vertrags­partner angeben (möglicher­weise mit anderem Nach­namen), obwohl Sie den alten Vertrag abge­schlossen haben, kann der Wechsel stocken. Unsere Erfahrung: Ist diese Hürde einmal genommen, laufen künftige Wechsel problemlos. Manche Dienste ermöglichen das Hoch­laden der alten Rechnung. Das ist empfehlens­wert. So vermeiden Sie Fehler.

Schritt 4: Wechsel findet statt

Der neue Dienst wechselt für Sie den Versorger. Dieser begrüßt Sie per E-Mail oder Brief und teilt das Datum für den Liefer­beginn mit.

Schritt 5: Provision zahlen

Fünf Dienste berechnen eine Provision zwischen 20 bis 30 Prozent – bezogen auf Ihre Ersparnis: Grund­lage ist der Preis, den Sie bezahlen müssten, wenn sich Ihr alter Vertrag verlängert hätte. Bei Bonus­tarifen ist das der Preis des ersten Jahres plus Neukunden­vergüns­tigungen wie Sofort- oder Neukundenbonus. Denn die Boni gibt es nur im ersten Vertrags­jahr.

Schritt 6: Folge­vertrag erhalten

Per E-Mail erhalten Sie etwa drei bis sieben Monate vor Ablauf der Kündigungs­frist neue Tarif­vorschläge. Sollte der Wechsel auto­matisch ausgelöst werden, bekommen Sie die Information, in welchem Tarif Sie künftig sein werden.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 29.04.2022 um 09:41 Uhr
Wechselservice

@wünschdirwas
@alle: In unseren Testfällen hatten die Anbieter, die gute Noten bekommen haben, jeweils günstigere Tarife angeboten. Aber Sie haben damit Recht, dass die Wechseldienstleister den Vergleich immer anhand der aktuellen Preise für Neukunden vornehmen, was nach den erheblichen Preissteigerungen zum Nachteil der Bestandskunden ist. Deswegen unser Tipp: Immer vor dem Vergleich die Daten zum eigenen Vertrag angeben. Als wir den Test durchführten, war die Situation noch eine andere. Vor den erheblichen Preissteigerungen auf dem Energiemarkt war es so, dass die Preise für Bestandskunden in der Regel über den Preisen für Neukunden lagen. Das ist heute leider anders.

wünschdirwas am 28.04.2022 um 20:16 Uhr
Bauernfängerei?!

Ihre Bewertung des Wechselservice „remind.me“ kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Aufgrund eigener negativer Erfahrungen mit diesem Anbieter habe ich recherchiert und bin auf Trustpilot auf die schlechten Bewertungen und schlechten Erfahrungen anderer Nutzer dieser Firma gestoßen. Ich kann nur jedem raten dort nachzulesen !
z. Bsp. :
Es gibt viele Beschwerden über nicht erwünschte Wechsel in schlechtere Tarife! Es wird einfach zum günstigsten aktuellen Anbieter gewechselt, ohne die Konditionen des Altvertrages zu berücksichtigen. Heute bekommen Wechselkunden meist schlechtere Tarife wie Bestandskunden. Egal, es wird gewechselt, anscheinend auch ohne Zustimmung des Kunden.
Bsp: Wenn man sich als Interessent einträgt, bekommt man kein Angebot sondern man wird mit einer möglichen Ersparnis geködert. Die „möglichen Ersparnisse“ sind frei erfunden. Die angebliche (fiktive) Ersparnis errechnet sich nicht am echten eigenen Kundenvertrag sondern an einem Beispielkunden. etc...

Profilbild Stiftung_Warentest am 07.02.2022 um 09:47 Uhr
Wechselservice für Stromkunden

@lionlila: In der Gesamtausgabe von Finanztest 04/2019 finden Sie den Test zu den Wechselanbietern für Stromkunden aus 2019:
www.test.de/shop/finanztest-hefte/finanztest_04_2019

Für uns gibt es keine Anhaltspunkte, dass die Anbieter beim Test der Wechseldienste für Gastarife bei Stromtarife anders arbeiten.

lioninla am 06.02.2022 um 19:44 Uhr
Untersucht wurden hier nur Wechselservice für Gas

Untersucht wurden hier nur Wechselservices für Gas. Meines Wissens wurden aber schon einmal Wechselservices für Strom bewertet. Die Ergebnisse finde ich allerdings nicht mehr auf der Homepage???

fischerdi am 01.12.2021 um 21:43 Uhr
Zusatz zum 31.07.2021… Vergleichsportale

Ich habe nicht verglichen sondern bin beim ortsüblichen Strom und Gasdealer mit Festpreisbindung geblieben… er war damals schon nicht allzuviel teurer, ein paar Euro…
Nun stoße ich auf Vattenfall und Konsorten an, spare im Jahr eben mal 1.200€… und habe persönlichen Service…
Service ist wichtiger als Geiz, ihr werdet mal alt und faul, dann braucht ihr Service, sonst wird es teuer… Ein Elektromeister und Betriebswirt aus dem Kölner Großraum…