ec-Karten Meldung

Ersatz kann es für ec-Karteninhaber auch dann geben, wenn ein Einbrecher mit der Karte zugleich die Geheimzahl erbeutet hat. Der Bundesgerichtshof (BGH) verurteilte eine Sparkasse deshalb zur Rückzahlung von mehreren Tausend Mark Schaden.

Eine Frau hatte ihre ec-Karte zu Hause auf dem Schreibtisch und die dazugehörige Pin-Originalmitteilung in einem anderen Zimmer aufbewahrt und verreiste dann. Nach ihrer Rückkehr war die Karte verschwunden und das Konto geplündert. Die Bank wollte den abgehobenen Betrag nicht ersetzen, da die Frau grob fahrlässig gehandelt habe.

Nach dem Urteil des BGH (Az. XI ZR 42/00) muss die Bank nun aber zahlen. Die übliche Sorgfalt sei nicht "in ungewöhnlich hohem Maße" verletzt worden. Daher habe die Frau Pin und Karte zumindest nicht "grob" fahrlässig aufbewahrt.

Mit diesem Urteil zu Aufbewahrungspflichten hat der BGH zwar verbraucherfreundlich entschieden. Meist haben die Kunden nach einem Kartenmissbrauch vor Gericht jedoch "schlechte Karten". Etwa dann, wenn sie behaupten, die Pin sei vom Dieb entschlüsselt worden. Dann gehen die Richter in der Regel von der Sicherheit des Codes aus. Verbraucherschützer hoffen aber, dass die Gefahr des Ausspähens der Pin an Geldautomaten und Lesegeräten künftig mehr zugunsten der Karteninhaber berücksichtigt wird.

Tipp: Notieren Sie für alle Fälle die Hotline zur ec-Kartensperrung: 0 180 5 / 02 10 21.

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