Banken und Sparkassen wollen das ec-Lastschriftverfahren (ELV) teurer machen. Immer wenn Kunden mit Karte und Unterschrift bezahlen, soll die Bank des Händlers 35 Pfennig an die Karte ausgebende Bank zahlen. Denn bisher entstehen nach Bankangaben durch elektronische Zahlungsverfahren jährlich fast 300 Millionen Mark Verlust.

Die Banken betonen zwar, es gehe nur um eine interne Gebühr. Nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) zahlt am Ende aber der Kunde. Die Gebühren würden auf den Handel und von da auf die Preise geschlagen. Der Einzelhandelsverband schließt Preiserhöhungen nicht aus.

Dass das neue Entgelt zu Recht eingeführt wird, bezweifelt Manfred Westphal von der AgV: "Wir glauben den Geldinstituten nicht, dass sie derart hohe Verluste mit dem ELV machen." Für die Kartennutzung würden Kunden bereits über Kartenentgelte, Kontoführungs- und Buchungspostengebühren zahlen. "Die Geldinstitute wollen nur abkassieren, ohne die Karten auf den Tisch zu legen." In der Tat erscheint die Verlustrechnung der Kreditinstitute zweifelhaft: So gibt man beim Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken zu, dass selbst die Nutzungszahlen des ELV gar nicht bekannt sind. Es existierten nur Schätzungen, wonach 1999 rund 340 Millionen Mal per ec-Lastschrift bezahlt wurde.

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