TV-Anschlüsse Die 7 wichtigsten Anschlüsse am Fernseher

TV-Anschlüsse - Die 7 wichtigsten Anschlüsse am Fernseher
TV-Anschlüsse. Nicht bei allen erschließt sich sofort der Anwendungs­fall. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Auf der Rück­seite eines Fernsehers tummeln sich zahlreiche Buchsen. Doch welche TV-Anschlüsse haben welchen Nutzen? Eine Über­sicht der wichtigsten Ein- und Ausgänge.

1. HDMI

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In der Unterhaltungs­elektronik ist HDMI der meistgenutzte Anschluss, um Video- und Audio­signale zu über­tragen. Damit lassen sich etwa Blu-Ray-Spieler, Soundbars, AV-Receiver oder ­Spiele­konsolen mit dem Fernseher verbinden. Für die Bild­über­tragung ist UHD-Auflösung mitt­lerweile Stan­dard. Die neueste Version HDMI 2.1 ermöglicht UHD auch mit hoher Bild­wieder­holrate von bis zu 120 Hertz (120 Bilder pro Sekunde) – vor allem für Video­spiele relevant.

Bei der Audio­über­tragung erlaubt seit einiger Zeit der Stan­dard ARC (Audio Return Channel), Ton nicht nur zum Fernseher hin, sondern auch „rück­wärts“ zu über­tragen – vom Fernseher in Richtung Sound­bar oder AV-Receiver. Das spart ein Kabel. Der neueste Stan­dard eARC unterstützt zudem neuere Tonformate wie Dolby Atmos.

2. USB

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Am Fernseher erfüllen USB-Anschlüsse mehrere Aufgaben: Über daran ange­schlossene USB-Sticks oder Fest­platten können Nutze­rinnen und Nutzer Fotos und Videos auf dem Fernseher ansehen.

Hat das ­TV-Gerät eine Aufnahme­funk­tion, dient eine per USB ange­schlossene Fest­platte als Speicher. Bei mehreren USB-Buchsen liefert oft nur eine davon genug Strom für klassische Fest­platten mit rotierenden Magnetscheiben. Diese häufig mit HDD beschriftete Buchse kann alternativ auch zur Strom­versorgung anderer Geräte wie Streaming-Sticks verwendet werden.

3. Satellit, Kabel und DVB-T2

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Das lineare Fernseh­programm empfangen in Deutsch­land die meisten Haushalte per Satellit (DVB-S2) oder über das zum Haus verlegte Kabel­fernsehen (DVB-C). Einige empfangen Antennen­fernsehen (DVB-T2).

Das Kabel für DVB-C oder DVB-T2 wird meist an den­selben Anschluss am Fernseher (hier rechts) gesteckt. ­Internet-TV empfängt das Gerät statt­dessen entweder via Lan-­Anschluss (siehe nächster Punkt) oder WLan.

4. Ethernet/Lan

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Auch wenn moderne Smart-TV-Geräte sich meist drahtlos per WLan mit dem Internet verbinden, kann es von Vorteil sein, den Lan-Anschluss zu nutzen. Oft ist das WLan nicht in allen Zimmern schnell genug, außerdem können Funk­netze der Nach­barn die Verbindung stören.

Um UHD-Filme zu streamen, empfehlen Anbieter wie Sky und Netflix eine Internet­geschwindig­keit von mindestens 21 bis 25 Megabit pro Sekunde.

5. Kopf­hörer­ausgang

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Das Kabel ist der einfachste Weg, Kopf­hörer anzu­schließen. Nachteil: Für einen angenehmen Sitz­abstand zum Fernseher muss es sehr lang sein beziehungs­weise verlängert werden. Hilfs­weise kann auch die Stereo­anlage über diesen Anschluss mit dem Fernseher verbunden werden.

Auch wenn der 3,5-Milli­meter-­Klinken­stecker lange sehr verbreitet war, geht die Entwick­lung in Richtung drahtloser Audio­über­tragung per Bluetooth. Einige Anbieter verzichten bei aktuellen TV-Modellen auf die Kopf­hörer­buchse und bieten nur Bluetooth.
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6. Digital-optischer Audio­ausgang

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Dieser auch Toslink genannte Anschluss dient dazu, den Ton vom Fernseher an ­externe Laut­sprecher zu über­tragen. Unterstützen die Geräte ARC (siehe HDMI), kann die HDMI-Verbindung ein Kabel sparen. Mit eARC sind zudem neuere Tonformate drin als über den digital-optischen Ausgang.

7. CI+-Slot

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Dieser Schacht ist nur für jene wichtig, die kosten­pflichtige Privatsender sehen möchten. Da deren Programme verschlüsselt ausgestrahlt werden, erhält man von Anbietern wie Freenet-TV (DVB-T2) oder HD+ (Satellit) ein CI+-Modul mit Smartcard. In den CI+-Schacht des Fernsehers ­gesteckt, entschlüsselt sie das Bezahl­fernsehen.

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