Zytomegalie-Viren Meldung

Zytomegalie ist die in der Schwangerschaft am häufigsten vorkommende Virusinfektion. Etwa 3 400 Frauen stecken sich jährlich während der Schwangerschaft erstmals mit den Viren (CMV), die zur Gruppe der Herpesviren gehören, an. Dann beträgt das Risiko, dass ein Kind infiziert wird, mehr als 40 Prozent. Das sind etwa etwa 1500 Kinder pro Jahr. 500 davon erleiden Wachstumsverzögerungen, Gehirnentzündungen, Leber- und Milzvergrößerungen, Schwerhörigkeit und Augenschäden, oder sie werden mit zu kleinem Kopf geboren. Pro Jahr sterben hierzulande etwa 40 Kinder an den Folgen einer Infektion. Bei Geburt gesunde Kinder infizierter Mütter können später noch erkranken. Häufige Folge: Hörstörungen. Ein Test auf Zytomegalie sagt aber nichts darüber aus, ob auch das Kind betroffen ist. Das lässt sich erst nach der Geburt feststellen. Medikamente gegen Zytomegalie-Viren gibt es bisher noch nicht. Allerdings lassen sich eventuelle Folgeerkrankungen behandeln.

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