Zweitkarte fürs Handy Schnelltest

Angebot: Die Mobilfunkanbieter T-Mobil, Vodafone und E-Plus bieten ihren Kunden zusätzlich zum bestehenden Handyvertrag mit 24 Monaten Laufzeit oder beim Abschluss eines solchen eine Zweitkarte an. Bei T-Mobil heißt das Angebot „Combicard“, bei Vodafone und E-Plus ganz einfach „Partnerkarte“. Der Kunde bekommt eine zusätzliche Sim-Karte mit eigener Rufnummer, die er in ein anderes Handy einlegen kann. Ohne die Sim-Karte, einen Plastikchip, funktioniert ein Handy nicht. Die Freischaltung ist kostenlos. Es wird keine Grundgebühr fällig. Der Hauptkarteninhaber bekommt eine gemeinsame Rechnung für die Haupt- und die Zweitkarte, auf der die Kosten je Karte erkennbar sind.

Vorteil: Mit der Zweitkarte kann ein vorhandenes, ungenutztes Handy kostengünstig „wiederbelebt“ werden. Das kann ein Gerät (ohne Sim-Karte) aus einem alten Vertrag sein oder ein günstiges Secondhandgerät. Dann können damit zum Beispiel der Partner oder andere Familienmitglieder telefonieren. Oder der Hauptkarteninhaber benutzt es als Zweithandy, etwa für dienstliche Gespräche.

Nachteil: Alle drei Netzbetreiber verlangen einen monatlichen Mindestumsatz von 5 Euro. Dafür werden aber nicht alle Verbindungen mitgerechnet, zum Beispiel keine Kurzmitteilungen (SMS), außer bei E-Plus. Der Kunde ist an einen bestimmten Tarif gebunden. Er kann nicht den seinen Telefoniergewohnheiten entsprechenden günstigsten Tarif auswählen.

Fazit: Eine Partnerkarte lohnt, wenn Sie ein altes Handy zu Hause liegen haben, das Sie kostengünstig aktivieren wollen. Für Kinder ist ein Handy mit Guthabenkarte allerdings besser, weil Sie dann die volle Kostenkontrolle haben. Bei einer monatlichen Abrechnung können Sie gegen übermäßiges Telefonieren des Nachwuchses erst spät einschreiten. Die Partnerkarte ist nicht unbedingt die billigste Variante für das mobile Telefonieren. Ein subventioniertes Handy mit Startguthaben und dem für die Telefoniergewohnheiten günstigsten Tarif kann besser sein: die besten Tarife für Wenigtelefonierer.

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