Auf eigenes Risiko

Nach dem Zuschlag können die neuen Besitzer noch manche böse Überraschung erleben.

Übergabe der Immobilie

Wohnt der frühere Besitzer noch in der Immobilie, kann er die Räumung und Herausgabe verhindern, wenn dies wegen „ganz besonderer Umstände eine Härte bedeutet, die mit den guten Sitten nicht vereinbar ist“ (Schuldnerschutz, Paragraf 765 a Zivilprozessordnung). Das wäre etwa der Fall, wenn der Bewohner akut selbstmordgefährdet ist.

Haftung für Mängel

Der Voreigentümer haftet nicht für Mängel. Der Ersteigerer hat keine Gewährleistungsansprüche gegen ihn oder andere (Gewährleistungsausschluss, Paragraf 56 Zwangsversteigerungsgesetz ([ZVG]).

Verpflichtungen und Schulden

Ersteigerte Objekte sind in der Regel frei von zu übernehmenden Schulden. Bleiben jedoch Rechte, zum Beispiel ein Wohnrecht, bestehen, wird der Wert des Objekts erheblich gemindert. Eventuell müssen auch nicht im Grundbuch eingetragene Baulasten oder Wohnungsbindungen übernommen werden (Übernahme von Dauerschuldverhältnissen und sonstigen Lasten nach Paragraf 56 ZVG).

Mieter

Der Ersteigerer kann einem Mieter nur dann unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist kündigen, wenn er ein berechtigtes Interesse wie Eigenbedarf hat (Kündigungsschutz für Wohnungsmieter, Bürgerliches Gesetzbuch [BGB]).

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