Vor der Versteigerung: Bohren und bieten

Recherche. Besuchen Sie probeweise einige Versteigerungen. Sehen Sie sich immer das Gutachten an, wenn Sie bieten wollen. Fragen Sie den Rechts­pfleger, welche Lasten bestehen bleiben. Erkundigen Sie sich in der Gemeinde, ob für das Objekt Anliegerbeiträge fällig sind, ob wirk­lich eine Baugenehmigung vorliegt, ob es Einträge im Baulast­verzeichnis gibt und ob für das Grund­stück Altlasten bekannt sind.

Besichtigung. Sehen Sie sich die Immobilie vor Ort an. Ziehen Sie einen Fachmann hinzu, etwa einen Bauingenieur oder Architekten. Sprechen Sie auch mit dem Gläubiger und – falls möglich – dem bisherigen Eigentümer.

Kosten. Über­legen Sie, wie viel Sie bieten wollen. Kalkulieren Sie die Neben­kosten ein. Allein die Grund­erwerb­steuer beträgt je nach Bundes­land 3,5 bis 5 Prozent des Meist­gebots und der Lasten. Weitere Kosten und Gebühren können ungefähr 1 bis 2 Prozent ausmachen.

Sicherheit. Stellen Sie die Finanzierung des Gebots sicher, etwa durch eine Darlehens­zusage der Bank. Auf der Versteigerung müssen Sie eine Sicherheit in der Höhe von meist 10 Prozent des Verkehrs­wertes nach­weisen. Das geht mit einer Bank­bürg­schaft, einer Über­weisung vorab an die Gerichts­kasse oder mit einem Scheck, der bis zu drei Werk­tage vor der Versteigerung ausgestellt worden ist. Bargeld oder ein noch auszufüllender Scheck reichen nicht.

Versteigerungs­termin. Bieten Sie niemals mehr als geplant. Vergessen Sie nicht Personal­ausweis und Nach­weis der Sicher­heits­leistung. Wer jemanden vertritt, braucht eine öffent­lich beglaubigte Voll­macht.

Internet. Termine und Informationen unter www.zvg-portal.de, www.zvg.com, www.argetra.de, www.versteigerungspool.de.

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