Zwangsversteigerung Meldung

Grundstücke, Eigentumswohnungen oder auch Teileigentumsrechte wie Garagen - sie alle sind Gegenstand von Zwangsversteigerungen. Oftmals können Interessenten auf diesem Weg günstig neues Eigentum erwerben. Die Angebote jedenfalls sind zahlreich. Wer mitbieten will, sollte sich allerdings vor der Versteigerung gründlich informieren. So müssen Interessenten meist eine Sicherheitsleistung in Höhe von 10 Prozent des jeweiligen Verkehrswertes hinterlegen. Finanztest erklärt den Ablauf von Zwangsversteigerungen und sagt, was Interessenten beachten müssen.

Öffentliche Sitzungen

Zwangsversteigerungen finden in öffentlichen Sitzungen statt - immer in dem entsprechenden Amtsgericht, in dessen Bezirk das zu versteigernde Objekt liegt. Die meisten Immobilien und Grundstücke werden im Rahmen einer Zwangsvollstreckung versteigert - also beispielsweise auf Antrag einer Bank, wenn der Eigentümer die Raten für einen Kredit nicht mehr zahlen kann. Möglich ist aber auch, dass die Objekte versteigert werden, weil sich eine Erbengemeinschaft nicht über einen Verkauf der Immobilie einigen kann.

Gut informieren

Auf den Amtsgerichten können Interessenten vor der Versteigerung Verkehrswertgutachten und andere Unterlagen zu den Objekten einsehen. Zudem erfahren sie dort, welche Gläubiger die Zwangsversteigerung beantragt haben. Das kann wichtig sein, um sich außerhalb des Gerichts weitere Informationen zu beschaffen. Innenbesichtigungen vor der Versteigerung kann nur der Noch-Eigentümer ermöglichen, in seltenen Fällen auch der Gläubiger.

Keine Schnäppchen

Oft gibts Immobilien oder Grundstücke in Zwangsversteigerungen recht günstig. Eigentumswohnungen erzielen nach Expertenschätzungen im Schnitt 60 bis 70 Prozent des Verkehrswertes, Einfamilienhäuser etwa 75 bis 90 Prozent. Allerdings: Schnäppchen wie im Schlussverkauf sollte niemand erwarten. Denn Objekte, die weniger als die Hälfte des Verkehrswertes erzielen, sind meist besonders unattraktiv - etwa Wohnungen an Hauptverkehrsstraßen oder Parterrewohnungen.

Wichtige Adressen

Um an Termine für Zwangsversteigerungen zu kommen gibt es mehrere Möglichkeiten: Anzeigen in Tageszeitungen, Aushänge in den Amtsgerichten aber auch Versteigerungskataloge. Diese erscheinen meist monatlich und sind nach Regionen aufgeteilt. Ein Sechsmonatsabonnement einer Regionalausgabe kostet etwa zwischen 73 und 132 Euro. Für zwölf Monate müssen Interessenten zwischen 118 und 240 Euro zahlen. Die größten Anbieter: Argetra, Unika und Daten Info Servie Eibl. Viele Amtsgerichte geben zudem Termine für Zwangsversteigerungen unter www.zvg.com bekannt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1651 Nutzer finden das hilfreich.