Zuzahlungen für Kassenpatienten Das müssen Sie zahlen

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Medikamente, Massage, Reha: Ohne dass der Versicherte zuzahlt, geht nichts mehr. In der Arztpraxis haben viele Patienten neben ihrer Versichertenkarte sowieso gleich 10 Euro parat, wenn sie zum ersten Mal im Quartal zum Arzt gehen. Doch die Praxisgebühr ist nur ein Teil der Extrakosten. 2010 hat jeder Erwachsene, der gesetzlich krankenversichert ist, insgesamt rund 86 Euro für medizinische Leistungen zugezahlt. Besonders teuer kann es bei Hilfsmitteln wie Hörgerät oder Rollstuhl werden. Doch manche Zuzahlung lässt sich senken. Außerdem gibt es eine individuelle Belastungs­ober­grenze pro Jahr, ab der gesetzlich Versicherte nichts mehr zuzahlen müssen.

test zeigt, welche Zuzahlungen gesetzlich Versicherte leisten müssen und wann sie davon befreit sind.

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max1980 am 01.12.2011 um 21:22 Uhr
Eigenanteile steuerlich absetzbar

Praxisgebühren, Rezeptgebühren und Co. können bei der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden und sich so ggf. finanziell etwas entlasten.

max1980 am 01.12.2011 um 21:08 Uhr
Professionelle Zahnreinigung

Lediglich ein ergänzender Hinweis zur Eigenbeteiligung im Zusammenhang mit professioneller Zahnreinigung: Viele Krankenkassen bieten ihren Versicherten i.V.m. einem Bonus für gesundheitsbewußtes Verhalten/Gesundheitsbonus einen Geldbonus/geldwerten Bonus für die Durchführung einer professionellen Zahnreinigung an. Die Durchführung muss in der Regel durch einen Stempel vom Zahnarzt in einem speziellen Bonusheft nachgewiesen werden. Die Bonushöhe liegt etwa zwischen 5 und 30 Euro je Bonuspunkt. Dadurch können Versicherte ihren Eigenanteil (falls einer anfällt) etwas ausgleichen.

max1980 am 01.12.2011 um 21:02 Uhr
Besonderheiten für chronisch kranke Menschen

Fahrkosten i.V.m. Serienfahrten: Z.B. kommt es Im Rahmen einer Chemotherapie zu sog. Serienfahrten zur ambulanten Behandlung. Die Krankenkassen handhaben dabei den Eigenanteil unterschiedlich: Es gibt Krankenkassen, die verlangen für die erste und letzte Fahrt zur ambulanten Behandlung einen Eigenanteil vom Versicherten. Damit werden Serienfahrten mit einer Hin- und Rückfahrt zu einer stationären Behandlung gleichgesetzt. Andere verlangen für jede einzelne Fahrt einen Eigenanteil.
Praxisgebühr i.V.m. chronischer Erkrankung: Zahlreiche Krankenkassen bieten für bestimmte chronische Krankheitsbilder sog. DMP (Disease Management Programme) - auch bekannt als "Chronikerprogramme" an. Versicherte, die an diesen strukturierten Behandlungsprogrammen teilnehmen, bekommen von einigen Krankenkassen die Praxisgebühr vollständig (40 Euro) oder teilweise (z.B. 20 Euro) erstattet.