Zutatenliste Meldung

Wer genau wissen möchte, wie viel Fleisch im fertig gekauften Chili con Carne steckt, wie viel Erdbeeren im Erdbeerjoghurt oder wie viel Früchte in der abgepackten roten Grütze, war bislang trotz Zutatenliste meist auf Vermutungen angewiesen. Das soll künftig besser werden. Dafür sorgt eine Regelung in der Europäischen Union, die Anfang 2001 in Kraft tritt. Dann soll die wesentliche beziehungsweise die namengebende Zutat eines Produkts ­ Erdbeeren im Erdbeerjoghurt ­ in Prozentangaben aufgeführt werden. Der Zucker im Erdbeerjoghurt, die Tomaten und die Paprika im Chili con Carne werden also weiterhin mengenmäßig auf dem Etikett nicht ausgewiesen. Die ersten so deklarierten Packungen tauchen jetzt schon im Supermarkt auf.

Bislang gilt: Alle Zutaten werden zwar angegeben, aber ohne präzise Mengen. Allerdings sind sie dem Gewicht nach aufgeführt, der höchste Anteil steht vorn. Das erlaubt jedoch bestenfalls Rückschlüsse. Wenn Sie beispielsweise bei einer Blumenkohl-Brokkoli-Suppe in der Tüte das namengebende Gemüse an sechster und achter Stelle der Zutatenliste wiederfinden, und zwar hinter Salz und Geschmacksverstärker, dann wissen Sie: Viel kann das nicht sein. Deshalb bleibt hier auch ab 2001 alles beim Alten: Zutaten von weniger als zwei bis drei Prozent gelten nicht als gesondert erwähnenswert.

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