Privatpersonen müssen nicht ständig in den Briefkasten schauen, weil ein wichtiges Schreiben drin sein könnte. Das Landgericht Berlin (Az. 65 S 132/01) entschied, dass das Mieterhöhungsschreiben eines Vermieters nicht mehr offiziell an dem Tag zugeht, an dem es der Hausmeister um 16 Uhr beim Mieter einwirft. Da zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mit Post zu rechnen sei, gelte der nächste Tag als Zugangstag. Für den Vermieter war damit eine wichtige Frist verstrichen, die Mieterhöhung wurde erst viel später wirksam.

Vorsicht: Wo Post immer spät kommt, könnte 16 Uhr noch in Ordnung sein.

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