Zusatzversicherungen Meldung

Immer mehr gesetzlich krankenversicherte Eltern wollen offenbar, dass ihre Kinder im Krankenhaus vom Chefarzt behandelt werden und im Ein- oder Zweibettzimmer liegen. Rund 1,2 Millionen Kinder hatten Ende 2006 eine Zusatzpolice, die ihnen dies sichert.

Nach Angaben des Verbandes der privaten Krankenversicherung nahm die Zahl dieser Verträge für Kinder gegenüber dem Vorjahr um 9,4 Prozent zu. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Erwachsenen mit Krankenhauszusatzversicherungen leicht.

Der Verkaufsschlager bei Kindern und Erwachsenen sind Zahn­zusatzversiche­run­gen: Ihre Zahl stieg 2006 um 21 Prozent auf 9,4 Millionen an. Dass über 2 Millionen davon wiederum für Kinder abgeschlossen wurden, ist verwunderlich: Zahnzusatz­versiche­run­gen erstatten in erster Linie Kosten für Kronen oder Brücken - die brauchen junge Menschen zum Glück nur selten.

Zusatzpolicen für gesetzlich Krankenversicherte bringen den Unternehmen zwar nur 12,4 Prozent ihrer Beitragseinnahmen ein. Aber sie sind der am stärksten wachsende Absatzmarkt für die privaten Krankenversicherer. Seit Anfang 2004 stieg die Zahl der Zusatzversicherten um mehr als 3 Millionen auf 13 Millionen, die Zahl der Vollversicherten nur um 360  000 auf 8,47 Millionen.

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