Selbstgekochtes ist einfach gesünder: Tipps

Kinder brauchen Selbstgekochtes. Nur in natürlicher Kost stecken all jene Inhaltsstoffe, die der Körper zum Wachstum braucht, die auch langfristig für das Wohlergehen unentbehrlich sind. Zusätze sind überflüssig. Fertigkost enthält meist nur einzelne, zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe.

Kochen schult die Sinne. Kinder müssen miterleben, dass Zwiebelschneiden zu Tränen führt, dass frisch geschabte Möhren anders riechen als Karottensaft aus der Flasche, dass Selbstgekochtes jedes Mal ein wenig anders schmeckt. So entwickeln sich ihre Sinne.

Kochen ist kreativ. Wenn das Wissen um einfachste Zubereitungen – etwa von Kartoffelbrei – verloren geht, werden Kinder auch später Vorfabriziertes, mit Farb- und Zusatzstoffen Angereichertes bevorzugen. Und wer mit Grundnahrungsmitteln umzugehen weiß, kann die Kreativität am Herd und die Lust am Kulinarischen kultivieren.

Kinder brauchen den Familientisch. Sie müssen Essen in der Gemeinschaft erleben – als psychologische und sinnliche Bereicherung. Wer nur eine Tüte aufreißt und vor der Glotze vor sich hinfuttert, verpasst diesen Genuss – selbst wenn ihm zugesetzte Aromastoffe in die Nase steigen. Essen richtig zu genießen ist eine Voraussetzung, um auch im Alter schlank und fit zu bleiben.

Selbst zubereiten ohne Zusatzstoffe: Milch, Naturjoghurt, Quark, Buttermilch, Sahne, Kefir, Molke (ungesüßt, ohne Fruchtzusatz) sind per Gesetz frei von Zusatzstoffen. Außerdem: frisches Fleisch, Eier, frisches Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Trockennudeln, Reis, Nüsse, Pflanzenöl, Honig.

Zugesetzte Vitamine sind meist wenig sinnvoll. Vor allem Süßigkeiten und süße Getränke werden mit Vitaminen oder Mineralstoffen scheinbar aufgewertet, von den Eltern oft bedenkenlos gekauft und von den Kindern reichlich konsumiert. Folge: Die Kost ist nicht mehr ausgewogen, die Gewichtszunahme programmiert.

Dicke Kinder, kranke Kinder. Erkrankungen durch Fehlernährung machen sich oft erst in späteren Lebensjahren bemerkbar. Doch schon heute sind etwa 20 Prozent aller Kinder übergewichtig ­– mit gravierenden gesundheitlichen und psychischen Folgen.

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