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Das rund sieben Zentimeter hohe Brennstoffzellen-System wurde an einen handelsüblichen Camcorder angeschlossen. Im oberen Teil befindet sich der auswechselbare Metallhydridspeicher für den Wasserstoff.

Handys, Palmtops, Notebooks oder Camcorder brauchen Akkus. Die müssen oft aufgeladen werden, sind also nur zeitweise unabhängig vom Netz. Um die portablen Geräte wirklich vom Stromnetz zu befreien, schlagen Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) eine wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle als eigene autarke Energieversorgung vor. Zur Hannover Messe präsentierten die Forscher den Prototyp eines Camcorders, der seine Energie aus einer Miniatur-Brennstoffzelle bezieht. Sie ist kaum größer als eine Streichholzschachtel und besteht aus 16 Bipolarplatten, die aufeinander gestapelt und verklebt werden. Als Tank für den Wasserstoff dient ein Metallhydridspeicher, der schnell und einfach ausgetauscht werden kann. Dadurch muss das hochexplosive Gas nicht unter Druck gespeichert werden.

Der akkulose Camcorder kann in drei bis vier Jahren auf den Markt kommen, schätzt Ulf Groos vom ISE. Der Preis dürfte etwa auf dem Niveau von Lithium-Ionen Akkus liegen.

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