Zündeln im Garten Meldung

Alle Jahre wieder kommt es bei Gartenfesten am Grill zu schweren und schwersten Brandverletzungen. Ursache ist vor allem der wohl nicht ausrottbare Einsatz von Spiritus, Benzin und anderen gefährlichen flüssigen Stoffen als Anzündhilfen. Durch Verdunstung der Brennstoffe entsteht ein hochexplosives Luftgemisch, das sich in einer bis zu drei Meter großen Glocke über den Grill legt. Beim Anzünden der Grillkohle kommt es dann zu einer explosionsartigen Verpuffung, die ganz besonders Kindern ­ auf Augenhöhe mit dem Grill ­ gefährlich wird. Durch den Flammenrückschlag kann auch noch der Brennstoffbehälter in der Hand des Grillmeisters wie ein Molotowcocktail explodieren. Wer nicht gleich mitgegrillt werden will, sollte deshalb die folgenden Vorsichtsmaßregeln beherzigen:

- Zum Grillen niemals Spiritus, Benzin oder andere hochgefährliche Brennstoffe als Anzündhilfen verwenden oder nachträglich in die Glut spritzen. Bei hochsommerlichen Temperaturen können sich auch pastöse Grillanzünder auf Alkoholbasis (Gels) so sehr verflüssigen, dass der gleiche Effekt eintreten kann.

- Beim Einkauf von Anzündhilfen auf das DIN-Zeichen mit Registriernummer achten. Im Fachhandel gibt es feste und auch flüssige Anzündhilfen, die gut zünden, aber ungefährlich sind (nach DIN 66358).

- Der Grill gehört ausschließlich ins Freie und muss fest auf einer ebenen Fläche stehen. Der Grill selbst sollte der DIN 66077 genügen und ein GS-Prüfsiegel tragen. Für Holzkohle gilt das Prüf- und Überwachungszeichen DIN 51749

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