Zucker in Lebens­mitteln

So entschlüsseln Sie Zucker auf dem Etikett

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Inhalt
Zucker in Lebens­mitteln - Wie viel drin ist – und wie Sie das rausfinden
Nähr­wert­tabelle. Die Zeile „davon Zucker“ summiert Haus­halts­zucker, Trauben-, Frucht-, Milch­zucker aller Zutaten pro 100 Gramm – ob zugesetzt oder von Natur aus enthalten. © Stiftung Warentest
Zucker in Lebens­mitteln - Wie viel drin ist – und wie Sie das rausfinden
Zutaten­liste. Sie nennt alle Süßmacher: neben Zucker hier auch noch Invert­zucker- und Glukosesirup, Gers­tenmalz­extrakt und Honig. © Stiftung Warentest

Auf den Etiketten gesüßter Lebens­mittel stehen die Informationen zu Zucker an zwei Stellen: in der Zutaten­liste und in der Nähr­wert­tabelle.

Zutaten­liste. Sie führt alle süßenden Zutaten auf, die einem Produkt zugesetzt wurden. Das Wort „Zucker“ bezieht sich nur auf Rüben- und Rohr­zucker. Andere Sorten müssen extra genannt sein – etwa Glukosesirup, Dick­säfte, Honig. Die Reihen­folge ergibt sich absteigend nach Gewichts­anteil.

Nähr­werte. Zucker steht in der Nähr­wert­tabelle unter den Kohlenhydraten, da er eine Untergruppe darstellt. Allerdings hat das Wort „Zucker“ hier eine andere Bedeutung als in der Zutaten­liste: Es erfasst außer Haus­halts- noch Trauben-, Frucht- und Milch­zucker. Die Angabe informiert über den Gehalt je 100 Gramm. Sie beinhaltet auch Zucker, der natürlich in Zutaten vorkommt, etwa in Beeren. Wer sich am Gesamt­gehalt orientiert, sollte ihn auf realistische Portions­größen über­tragen.

Lücke. Dennoch erfahren Verbraucher oft nicht, wie viel Zucker dem Produkt zugesetzt wurde. Hersteller müssen die Gehalte nur für beworbene Zutaten, etwa Honig, einzeln nennen. Zugesetzter Zucker lässt sich grob berechnen – den natürlichen Gehalt jeder Zutat nach­schlagen und vom Gesamt­zucker­gehalt abziehen.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 29.08.2019 um 15:59 Uhr
Warum so viel Zucker

@Johanna023: Wir geben Ihnen ohne Zweifel Recht: In vielen Fertigprodukten ist viel zu viel Zucker drin. Die Frage aus welchen Gründen in der Lebensmittelindustrie soviel Zucker eingesetzt wird, kann letztendlich nur von den Herstellern selbst beantworten werden. Oft wird argumentiert: Der Kunde wäre an den Geschmack gewöhnt und würde bei weniger Süße zu einem Konkurrenzprodukt greifen.(bp)

johannaa023 am 29.08.2019 um 15:29 Uhr
Warum so viel Zucker?

Ich persönlich achte selber darauf, Zucker so gut es geht zu vermeiden/verringern. Aber trotzdem frage ich mich immer wieder, warum die Industrie Lebensmittel so mit Zucker voll pumpt. Ich meine bei Süßwaren kann man es ja noch verstehen, aber bei so manchen anderen Produkten ist es mir unverständlich. Ich habe bisher nur gelesen, dass Zucker ein Geschmacksverstärker ist, jedoch kann das ja nicht der einzige Grund sein, oder? Was sind denn die wirtschaftlichen Gründe der Industrie für diesen Zuckerzusatz in Lebensmitteln?

Profilbild Stiftung_Warentest am 20.05.2019 um 09:52 Uhr
Überprüfung von Zucker

@premiumbernd:Bei unseren Tests überprüfen wir selbstverständlich den Zuckergehalt in Lebensmitteln, beispielsweise in unserem aktuellen Test zum Thema Tomatenketchup.
Im Einzelhandel fällt die Überprüfung der Kennzeichnung von Lebensmitteln in die Zuständigkeit der regionalen Lebensmittelaufsicht.(cr)

derbuschi am 17.05.2019 um 11:54 Uhr
derbuschi

Während meiner Kindheit (das ist ca 35 Jahre her) hat man uns damit geschockt, wieviel Wüfrelzucker in einem Liter Cola steckt... Wenn ich mir aber heute die Zuckergehalte von stark verarbeiteten Lebensmitteln anschaue, Ketchup, Ceralien, ... da gehört Cola schon fast zu den dietätischen Lebensmitteln....

premiumbernd am 17.05.2019 um 09:56 Uhr
Alles schön und gut

Aber werden die Angaben der Hersteller überhaupt mal kontrolliert? Das sollte doch zumindest stichpunktartig geschehen. Gibt es signifikante Strafen bei einer Falschetikettierung? Ich traue dem Braten nicht.