Zuckeraustauschstoffe: Weniger süß

Hergestellt werden Zuckeraustauschstoffe aus natürlichen Grundstoffen wie Trauben- oder Fruchtzucker oder Stärke, die chemisch verändert und isoliert werden. Diese sogenannten Zuckeralkohole enthalten oft nur etwa halb so viele Kalorien wie Zucker. Das bringt nur begrenzt etwas, denn auch ihre Süßkraft ist oft deutlich geringer. Das Plus der Zuckeraustauschstoffe: Sie lassen den Blutzuckerspiegel meist in Ruhe, deswegen stecken sie oft in Diabetikerprodukten. Auch in zahnfreund­lichen Süßigkeiten werden sie verwen­det, weil sie bis auf Fruktose, die auch als Austauschstoff gilt, für Kariesbakterien uninteressant sind.

Durchschlagendes Minus: Sie binden Wasser. Nascht man zu viel davon, kann das sprichwörtlich in die Hose gehen. Das steht auch sinngemäß – oft klein gedruckt – als Warnhinweis auf der Packung („Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“).

Um Bonbons zum Beispiel zu verschlanken und doch ausreichend zu süßen, müssen die praktisch massefreien Süßstoffe mit Zuckeraustauschstoffen kombiniert werden, die dann die Fülle bringen. Austauschstoffe sind – außer Fruktose – zulassungspflichtige Zusatzstoffe mit einer E-Nummer. Beispiele:

Isomalt (E 953)
Maltit / Maltitsirup (E 965)
Mannit (E 421)
Laktit (E 966)
Sorbit / Sorbitsirup (E 420), Xylit (E 967)

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