Haupt­sache pünkt­lich. Sonst kann Schaden­ersatz fällig sein.

Das wurde teuer für die Post: Eine Bayerin hatte am Freitag einen Brief aufgegeben, der unbe­dingt am nächsten Tag bei ihrem früheren Arbeit­geber sein musste. Sie wählte die Versand­methode „Express­zustellung mit dem Zusatz­service Sams­tags­zustellung“ zum Preis von 23,80 Euro. Der Briefträger war zwar am Samstag bei der Firma, fand aber den richtigen Brief­kasten nicht. Anstatt den Pförtner zu fragen, nahm er den Brief wieder mit, sodass er erst am Mitt­woch zugestellt wurde.

Wichtige Terminsache

In dem Schreiben ging es um Abgeltungs­ansprüche für Urlaub, den die Frau wegen Schwangerschaft und Eltern­zeit nicht nehmen konnte. Sie hätte diese Ansprüche bis spätestens Samstag anmelden müssen. Das Ober­landes­gericht Köln sprach ihr 18 000 Euro Schaden­ersatz zu (Az. 3 U 225/19).

Tipp: Schi­cken Sie wichtige Post per Express­zustellung mit Lieferdatum. Kommt der Brief nicht an, haben Sie dank des Urteils gute Chancen auf Schaden­ersatz.

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